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Vivaldi - Opera 12 ist wieder da. Vielleicht.

Heute wurde die erste Vorabversion des Browsers Vivaldi veröffentlicht. Hinter Vivaldi steht unter anderem Jon von Tetzchner (Mitbegründer und langjähiger Chef von Opera) sowie einige ehemaligen Opera-Entwickler die im Zuge der Umstellung von Opera alt auf Opera neu nicht mehr benötigt wurden.

Der Browser will die Konzepte des alten Opera aufgreifen und weiterentwickeln und hier auch auf die Wünsche der Nutzer eingehen. In der Technical-Preview-Version gibt es noch Ecken und Kanten und viele Funktionen die Opera bis Version 12 ausgemacht haben, sind noch nicht vorhanden. Allerdings kann der Browser bereits jetzt über einen größeren Funktionsumfang (wenn auch noch nicht komplett) als so mancher neu erfundene Browser aufwarten...

- Mülleimer zum wiederherstellen von geschlossenen Tabs
- Lesezeichen - Downloadmanager
- Notizfunktion (Markdown wird unterstützt)
- Grundlegende Mausgesten
- Schnellwahl
- Screenshotfunktion
- Tastaturkürzel definierbar
- Schaltfäche zum Schließen einzelner Tabs
- Schaltfläche neben den offenen Tabs um einen leeren Tab zu erstellen
- Usw.

Andere Funktionen wie einen integrierten Mail-Client dessen Icon man bereits in der Technical-Preview-Version findet werden noch folgen. Erweiterungen sollen auch unterstützt werden, allerdings wollen die Entwickler diese so unnötig wie möglich halten. Also alles wichtige soll bereits von Haus aus im Browser enthalten sein.
Für eine eine Vorabversion bin ich bisher sehr zufrieden und kann ein gewisses "Opera-vor-Version-12-Feeling" nicht abstreiten. Ich hoffe inständig, dass die Entwickler ihr Vorhaben umsetzen können und somit endlich ein würdiger Nachfolger von Opera 12 das Licht der Welt erblickt und lange lebt.

Genutzt wird Blink als Rendering-Engine. Im Grunde ein logischer Schritt, da Presto ja nicht mehr weiterentwickelt wird und zudem auch nicht frei erhältlich ist. Einen Nachteil hat Vivaldi aber leider schon. So wie es aussieht ist der Browser, wie auch schon Opera, nicht Open Source Software.

Vivaldi

Die derzeitige Optik ist ebenfalls ziemlich gewöhnungsbedürftig. Hier sollte es aber schnell Abhilfe geben, da das aktuelle Theme über eine CSS-Datei definiert wird, was weitere Themes wohl nur unterstützten wird.

Kurz gesagt, wer Opera bis Version 12 genutzt hat, sollte sich einmal Vivaldi ansehen. Aber immer daran denken, dass es sich um eine Technical-Preview-Version handelt.

Der Browser ist für Windows, Linux und Mac OS erhältlich und kann unter https://vivaldi.com/ heruntergeladen werden. Unter https://vivaldi.net findet man die Community-Seite. Dort kann ein eigenes Blog erstellen und später auch die Mailfunktion nutzen. Ein Forum findet man dort ebenfalls. Kommt ehemaligen Opera-Nutzern vermutlich irgendwie bekannt vor.


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