Fryboyter

Übersetzungstool DeepL

Wenn man aktiv im Internet ist und sich zudem auch noch mit Linux beschäftigt kommt man um die englische Sprache eigentlich nicht herum. Auch wenn mein Englisch ziemlich gut ist, hakt es ab und zu an manchen Stellen. Besonders wenn es beispielsweise um gewisse Formulierungen oder speziellere Wörter geht.

Eben habe ich bei golem.de einen Bericht über DeepL gelesen. Hierbei handelt es sich um einen neuen Übersetzungsdienst welcher aktuell nur per Browser unter https://www.deepl.com/translator erreichbar ist. Apps sollen bis Ende des Jahres erscheinen. An sich ist das jetzt nicht unbedingt etwas weltbewegends. Bisher nutze ich beim Problemfällen das Angebot von Google in Kombination mit dict.cc.

Nun kommt aber das Aber. Google übersetzt häufig zwar richtig aber es fühlt sich oft "falsch" an. Irgendwie hölzern. Und genau an der Stelle hat mich DeepL erstaunt. Die Übersetzungen (Deutsch -> Englisch, Englisch -> Deutsch) waren deutlich flüssiger zu lesen. Irgendwie menschlicher. Und genau das will der Betreiber auch erreichen. Übersetzungen bei denen man es so wenig wie möglich merkt, dass diese durch eine Maschine erstellt wurden. Zum Einsatz kommt hier ein neuronales Netzwerk welches auf einem Supercomputer mit 5,1 Petaflops läuft.

Nach einigen Minuten des Testens bin ich von der Leistung sehr angetan. Allerdings fürchte ich, dass genau das ein Problem sein wird. Bin mal gespannt, wann zum Beispiel Google seine Portokasse aufmacht und DeepL schluckt.

Kommen wir abschließend noch zum leidigen Thema "was hat das jetzt mit dem OSBN zu tun?". Im Grunde nichts. Wobei auf dem Supercomputer bestimmt Linux oder etwas ähnliches läuft. Allerdings kenne ich einige Nutzer die zum Beispiel gerne Bugmeldungen bei OSS-Projekten erstellen würden, sich aufgrund der Sprachbarriere aber nicht so recht trauen. Bzw. sich zwar trauen aber diese im so einem bescheidenen Englisch abliefern, dass die Entwickler oft nur Bahnhof verstehen. Für solche Fälle ist der Dienst 1A, da hier eben flüssige Übersetzungen herauskommen. Daher denke ich, dass man hier mal wieder eine Ausnahme machen kann.


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