Fryboyter

Bitbucket verabschiedet sich von Mercurial

Wer als Versionsverwaltung Mercurial verwendet und diese nicht selbst hosten will nutzt vermutlich meist das Angebot von Bitbucket.

Auf dem offiziellen Blog wurde nun bekannt gegeben, dass in einigen Monaten die Unterstützung für Mercurial eingestellt wird. Bitbucket setzt dann wie andere Anbieter (z. B. Github oder Gitlab) nur noch auf Git.

Ab dem 01. Februar 2020 kann man bei Bitbucket keine Mercurial-Repositories anlegen. Ab dem 01. Juni 2020 ist dann endgültig Schluss und die vorhandenen Repositories werden gelöscht.

Wer also Projekte bei Bitbucket hostet, sollte bis spätestens 31. Mai seine Daten sichern und sich nach einer Alternative umsehen.

Ich vermute die Entscheidung von Bitbucket wird dazu führen, dass einige Projekte nun zu Git wechseln.

Wer weiterhin Mercurial nutzen will, kann sich https://www.mercurial-scm.org/wiki/MercurialHosting ansehen. Dort werden einige alternative Anbieter (die mich auf den ersten Blick alle nicht beigeistern) aufgeführt.

Ebenfalls werden dort Möglichkeiten zu selber hosten genannt. Hier finde ich vor allem Heptapod interessant. Hierbei handelt es sich um einen Fork von Gitlab der Mercurial unterstützt. Zudem sind die Entwickler von Gitlab dem Fork postiv gesinnt und unterstützen die Entwicklung. Laut den Entwicklern ist Heptapod allerdings noch in einem frühen Entwicklungsphase. Wer also Mercurial für wichtige Projekte nutzt, sollte daher noch abwarten.

OSBN | Allgemein

Hooks unter Mercurial

Gestern hatte ich ja bereits einen Artikel veröffentlicht, der die Versionsverwaltung Mercurial betrifft. Das betreffende Projekt wurde bisher mit Git verwaltet. Hierbei gab es auch einige Hooks. Hiermit lassen sich zum Beispiel automatisch Befehle ausführen wenn ein neuer Commit hochgeladen wurde. Hierfür verwendet man den Hook “post-receive” wie ich es vor kurzem in einem Beitrag beschrieben habe. Zu diesem hat Tux auch einen Kommentar abgegeben, dass dies zum Beispiel auch mit Mercurial möglich ist.

An sich absolut korrekt, aber entweder ist die Dokumentation verbesserungswürdig oder ich stand auf der Leitung. Ich gehe an der Stelle mal von letzterem aus.

Unter https://www.mercurial-scm.org/wiki/Hook wird das ganze beschrieben. Jedes mal wenn ich einen Commit einpflege, soll ein Hook ausgeführt werden. Also habe ich in der Konfigurationsdatei hgrc folgendes eintragen.

[hooks]
commit = /pfad/zur/Datei/commithook

Unter /pfad/zur/Datei/ habe ich dann die Datei commithook angelegt und dort eben das Script eingetragen, dass ausgeführt werden soll. Anschließend habe ich die Datei ausführbar gemacht.

Es hat aber nicht funktioniert. Die Commits sind zwar angekommen, der Hook wurde aber nicht ausgeführt. Nach etwas Google-Fu habe ich dann auch gemerkt wieso. Der Commit-Hook funktioniert scheinbar nur, wenn man den Commit direkt im Repository macht. Nicht jedoch wenn man diesen per push einträgt.

Man muss daher in die Datei hgrc folgendes eintragen.

[hooks]
changegroup = /pfad/zur/Datei/commithook

Damit wird der Hook dann auch immer bei einem Commit ausgeführt.

OSBN | Allgemein

Git zu Mercurial konvertieren

Oft kommt es vor, dass jemand von einer Versionsverwaltung zu Git wechselt. Ab und zu kommt es aber auch vor, dass jemand von Git auf eine andere Lösung wechseln will. Kürzlich hatte ich solch eine Anfrage. Gewünscht war Mercurial.

Das betreffende Git-Repository war noch recht frisch aber es gab bereits Commits im niedrigen dreistelligen Bereich. Zu viele um diese in Mercurial manuell anzulegen.

Was aber gar nicht nötig ist. Mercurial bietet die Möglichkeit der Konvertierung an.

Nehmen wir einmal an im Home-Verzeichnis gibt es das Verzeichnis repository. In diesem befindet sich das Verzeichnis blog.git in welchem das Git-Repository vorhanden ist.

Als erstes erzeugt man im Verzeichnis repository das Unterverzeichnis blog.hg und welchselt in dieses. Dort erzeugt man dann mittels “hg init” ein Mercurial-Repository. Hierbei wird das Verzeichnis .hg erstellt. In diesem erzeugt man die Datei hgrc mit folgendem Inhalt.

[extensions]
hgext.convert=

Hiermit aktiviert man die Erweiterung mit der man die Konvertierung vornehmen kann.

Nun führt man im Verzeichnis blog.hg folgenden Befehl aus.

hg convert --datesort ~/repository/blog.git ~/repository/blog.hg

Das ganze dauert dann etwas. Aber wenn alles geklappt hat, sollte man ein Mercurial-Repository mit allen Commits, Dateien usw. wie im Git-Repository erhalten. Sieht man sich das Verzeichnis blog.hg an, sieht man allerdings weiterhin nur das Unterverzeichnis .hg. Das Problem behebt man in dem man den Befehl “hg update” ausführt. Sieht man sich danach das Verzeichnis blog.hg an sieht man auch die ganzen Dateien die man ursprünglich zum Git-Repository hinzugefügt hat.

OSBN | Allgemein