Fryboyter

Knecht Rootrecht

Eines muss man den Entwicklern von Grml lassen. Die Codenamen ihrer Distributionsversionen sind immer wieder klasse. So erblickte kurz vor Weihnachten Knecht Rootrecht das Licht der Welt und kann sich nun zu seinen Geschwistern Dioptrienotto, Schluchtenscheisser, Eierspass usw. gesellen.

Grml ist eine Linux-Distribution, welche auf Debian Testing basiert, die für Systemrettungen und -verwaltungen eingesetzt wird. Eine Installation ist möglich, allerdings liegt der Schwerpunkt auf der Live-Distribution, da man auf Rechner, die Probleme machen, nicht mal eben ein Betriebssystem installieren kann. Neuerungen sind z. B. EFI Boot von CDs und USB-Sticks (nur bei der 64Bit-Version) und die Verwendung von Fluxbox.

Beim Booten werden anonyme Statistiken erstellt und an die Entwickler gesendet. Dies kann mit der Bootoption “nostats” verhindert werden.

Genauere Informationen zu Knecht Rootrecht findet man unter http://grml.org/changelogs/README-grml-2011.12.

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Die Königin der Shells

Auch wenn sie die “Königin” ist, habe ich sie in den letzten Monaten ziemlich vernachlässigt. Irgendwann 2009 habe ich mir wegen meines Spieltriebes mal die ZSH installiert und war nach einigen Anpassungen an den Konfigurationsdateien hin und weg. Man merkt einfach, dass viele Funktionen anderer Shells wie der BASH oder ksh aufgenommen und zum Teil stark verbessert wurden. Befehlsvervollständigung, Rechtschreibprüfung, eine geniale TAB-Vervollständigung, erweitertes Globbing, ladbare Module, erweiterte History usw. Man möge mir es mir verzeihen, aber ich finde die ZSH einfach nur geil. Die BASH ist auch nicht schlecht und reicht für die meisten sicherlich vollkommen aus (habe damit ja auch mehrere Jahre gearbeitet), aber die ZSH ist einfach besser. Punkt. Ende. Aus. ;-)

Da man leider nicht eine umfassende Quelle zu Thema ZSH findet, habe ich mir vor einiger Zeit das Buch “Zsh - die magische Shell”, welches nicht gerade dick ist, aber dennoch 25 Euro kostet, gekauft. Aufgrund von Zeitmangel und anderen Büchern, die ich vorher lesen wollte, verstaubt das Buch nun eingeschweißt im Regal. Durch einen Zufall bin ich heute auf diesen Blogeintrag gestoßen und ein paar nette “Themes” für den ZSH-Prompt gefunden.

Tja da war es wieder. Das ZSH-Fieber, wegen dem ich gerade wieder ein paar Änderungen an der .zshrc gemacht habe. Obwohl ich gerade ein anderes Buch lese, werde ich heute wohl als Bettlektüre mit oben genanntem Buch beginnen. Man muss auch Opfer bringen können.

Mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen hier oder im Forum mal meine Konfigurationsdateien der ZSH veröffentliche. Sollte jemand den Drang verspüren, seine Konfigurationsdateien hier zur Schau zu stellen, dann los. So kann ich meine vermutlich noch verbessern. Perfekt ist sie ja noch lange nicht. Wer quasi die eierlegende Wollmilchsau unter den ZSH-Konfigurationsdateien haben will, kann sich mal unter http://grml.org/zsh/ umsehen. Besser geht es wahrscheinlich nicht. Das ganze ist mir aber zuviel des guten.

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