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Gehäuse diverser Geräte öffnen

Vor einigen Monaten habe ich mir ein neues Notebook gekauft. Ein Thinkpad E14 Gen 3 um genau zu sein. Unter Linux gibt es nur zwei Probleme. Der Fingerabdrucksensor, den ich nicht benötige, funktioniert aktuell gar nicht. Und es ist eine WLAN-Karte von RealTek verbaut. Was zwar immer noch besser als Broadcom ist, aber eine Karte von Intel wäre besser als alle beide.

Ich habe mir daher die Karte AX200 von Intel gekauft, die unter Linux “out of the box” unterstützt wird und die einfach funktioniert.

Als ich die Karte einbauen wollte, habe ich die Schrauben am Gehäuseboden den Notebooks entfernt. Danach hat sich dieser aber keinen Millimeter bewegt. Lenovo ist, zumindest bei diesem Modell, dazu übergegangen das Ganze noch zusätzlich mit Clips zu sichern. Das ist immer noch besser als das Gehäuse zu verkleben, aber was soll das? Mein altes Thinkpad X230 hatte keine Clips und es ist weder explodiert noch auseinander gefallen. Dafür ist die Hardware im E14 zugegeben besser zugänglich.

In solch einem Fall versuche ich die Clips zu lösen, indem ich beispielsweise mit einer alten Kreditkarte oder einer Telefonkarte (die älteren Leser werden wissen, was ich meine) im Schlitz zwischen dem oberen und unteren Teil des Gehäuses mit etwas Druck entlang fahre und dabei mantraartig den Satz “hoffentlich brechen die Clips nicht ab” wiederhole. Wartungs-Voodoo sozusagen.

Da diese Karten relativ instabil sind, ist diese Lösung keine gute. Auch wenn sie meist funktioniert. Ein Musiker, den ich kenne, hat mir einen verdammt guten Tipp gegeben. Ein Plektrum. Also diese dreieckigen Dinger mit denen man eine Saite einer Gitarre anschlägt. Diese gibt es in verschiedenen Steifigkeiten. Wenn man ein ziemlich hartes Plektrum nimmt, ist das eigentlich ideal um solche Gehäuse zu öffnen.

Aber es gibt doch Reparaturkits von beispielsweise iFixit mit speziellen Tools, um Gehäuse zu öffnen? Ja gibt es. Diese Dinger ähneln verblüffend Plektren. Kosten dafür aber mehr. Und in meinem Fall habe ich schon diverse Schraubendreher, Pinzetten und so weiter, sodass sich ein komplettes Set nicht lohnen würde. Wer also in der gleichen Lage ist wie ich, sollte sich daher eher ein Plektrum kaufen. Oder eines abstauben, wenn er einen Gitarrenspieler kennt.

Was vielleicht auch funktionieren könnte, wäre ein Reifenheber, den man beim Wechsel eines Fahrradreifens nutzt. Ausprobiert habe ich es aber noch nicht.

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Prüfen ob externes Gehäuse das USB Attached SCSI Protocol beherrscht

Vor ein paar Tagen hat sich der USB-Anschluss meines externen Fesplattengehäuses von der Platine gelöst (ja ich war da nicht ganz unschuldig…). Als Ersatz habe ich mir das Gehäuse Quickstore Portable von Sharkoon gekauft. Laut den technischen Daten soll es UASP unterstützen.

Bei UASP handelt es sich um ein Protokoll das die Datenübertragung per USB bis zu 30 Prozent beschleunigt. Unter Linux wird das Protokoll ab Kernel 2.7 unterstützt. Aber sicher ist sicher. Daher habe ich vorsichtshalber mal nachgesehen.

Als Erstes habe ich mir mittels lsmod | grep usbcore erst einmal die geladenen Module angesehen. Hier wird bei mir unter anderem uas angezeigt. Schon mal nicht schlecht.

Als Nächstes habe ich lsusb ausgeführt, um mir die USB-Geräte anzuzeigen. Hier habe ich unter anderem folgende Ausgabe erhalten.

Bus 001 Device 004: ID 357d:7788 Sharkoon QuickPort XT

Hier merkt man sich die Bus- und die Device-Nummer. Abschließen habe ich noch lsusb -t ausgeführt und bei der Ausgabe nach der Zeile gesucht die mit der obigen Bus- und Device-Nummer übereinstimmt.

/:  Bus 01.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=ehci-pci/3p, 480M
    |__ Port 1: Dev 2, If 0, Class=Hub, Driver=hub/6p, 480M
        |__ Port 2: Dev 4, If 0, Class=Mass Storage, Driver=uas, 480M

Als Treiber wird hier uas genutzt. Das USB Attached SCSI Protokoll wird also verwendet. Gefühlt ist das neue Gehäuse deutlich schneller, obwohl nur eine ganz normale 2,5 HDD zum Einsatz kommt. Ob das allerdings wirklich nur an UASP liegt, kann ich nicht sagen. Das vorherige Gehäuse war eher von der Marke “Grabbeltisch”.

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