Fryboyter

Mageia 6 wurde veröffentlicht

Wenn ich gefragt werde, mit welcher Distribution man anfangen sollte, lautet meine Antwort in der Regel nicht Ubuntu sondern Mageia. Version 6 wurde heute veröffentlicht.

Die neue Version setzt nun auf die LTS-Version 5.8 von KDE Plasma und auf den LTS-Kernel 4.9. Zum bisherigen Paketmanager urpmi hat nun DNF 2 einzug gehalten. Weiterhin wurde auf ARMv5 und ARMv7 portiert, so dass man nun Mageia z. B. auf einem Raspberry Pi installieren kann.

Eine detaillierte Zusammenfassung der Änderungen / Neuerungen findet man im offiziellen Wiki. Ein Download der Iso-Dateien ist über die offizielle Seite möglich.

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Knecht Rootrecht

Eines muss man den Entwicklern von Grml lassen. Die Codenamen ihrer Distributionsversionen sind immer wieder klasse. So erblickte kurz vor Weihnachten Knecht Rootrecht das Licht der Welt und kann sich nun zu seinen Geschwistern Dioptrienotto, Schluchtenscheisser, Eierspass usw. gesellen.

Grml ist eine Linux-Distribution, welche auf Debian Testing basiert, die für Systemrettungen und -verwaltungen eingesetzt wird. Eine Installation ist möglich, allerdings liegt der Schwerpunkt auf der Live-Distribution, da man auf Rechner, die Probleme machen, nicht mal eben ein Betriebssystem installieren kann. Neuerungen sind z. B. EFI Boot von CDs und USB-Sticks (nur bei der 64Bit-Version) und die Verwendung von Fluxbox.

Beim Booten werden anonyme Statistiken erstellt und an die Entwickler gesendet. Dies kann mit der Bootoption “nostats” verhindert werden.

Genauere Informationen zu Knecht Rootrecht findet man unter http://grml.org/changelogs/README-grml-2011.12.

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Mageia? Ist das ansteckend, oder kann man das essen?

Das war so in etwa mein erster Gedanke, als ich den Namen zum ersten mal gehört habe. Aber weder das eine noch das andere trifft zu.

Das Unternehmen Mandriva hat die Tochterfirma Edge-IT liquidiert und die meisten Entwickler, die an Mandriva gewerkelt haben, entlassen. Da auch die Zukunft des angeschlagenen Unternehmens Mandriva in den Sternen steht und eine Neuausrichtung vermutlich hin zu Unternehmenslösungen zeigen wird, könnte man dies für das Ende der meiner Meinung nach einsteigerfreundlichsten Distribution halten. Tja dann hat man die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht. Oder besser gesagt ohne die Wirte.

Anstelle die Distribution für die Endanwender zu beerdigen haben sich einige der ehemaligen Angestellten wie Anne Nicolas sowie Leute aus der “Mandriva-Community” wie Wolfgang Bornath zusammengetan und Mageia als Community-Projekt ins Leben gerufen. Oder anders ausgedrückt Mandriva wurde geforkt. Einer der wenigen Forks, die ich wirklich gut finde. Mehr Informationen zu dem ganzen findet man bei den MandriaUser.de.

Auch wenn ich inzwischen Archlinux auf meinen Rechnern einsetze, so wünsche ich allen Beteiligten alles gute und viel Erfolg. Haut rein, Jungs und Mädels. Lasst die beste Distribution der Welt nicht sterben. Denn vielleicht wechsle ich ja mal wieder zurück auf meine alte Distribution, die mich nun schon seit Version 7.x begleitet (und es in einer Installation unter VirtualBox auch immer noch tut). Und den ganzen Newbies muss ich ja auch eine einsteigerfreundliche Distribution empfehlen. Was ohne Mageia ziemlich schwierig wird…

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Distributionswechsel - Ja oder nein, das ist hier die Frage

Ab und zu schaue ich mal ganz gerne über meinen Mandriva-Tellerrand hin zu anderen Distributionen. Gerade eben habe ich mich entschlossen, dass es mal wieder soweit ist. Diesmal werde ich mir mal folgende Distributionen unter VirtualBox installieren und damit herumspielen:

PCLinuxOS:

Stammt ursprünglich von Mandriva ab, hat aber heute nur noch wenig damit wirklich gemeinsam. Als Paketverwaltung wird APT-RPM mit Synaptic und nicht mehr URPM verwendet. Schade eigentlich. ;-) Diverse Codecs, Flash und Java sind im Gegensatz zu Mandriva Free bereits von Haus aus enthalten. Vorhanden sind Isos mit Gnome, LXDE, XFCE und Enlightenment sowie KDE. Letzteres Iso lade ich gerade herunter, da ich KDE bevorzuge. Mal sehen, wie es sich so entwickelt hat. Ein Erstkontakt ist es in diesem Fall ja nicht.

Kurz gesagt ist PCLinuxOS eine Desktop-Distribution für den einfachen Gebrauch. Sprich wie Ubuntu. Nur besser. Ja ich mag Ubuntu kein Stück.

Pardus:

Tja viel kann ich dazu eigentlich nicht sagen. Stammt aus der Türkei und wird dort am Nationalen Forschungsinstitut für Elektronik und Kryptologie entwickelt. Pardus hat eine eigene Paketverwaltung namens PiSi, welche in Python programmiert wurde bzw. wird und LZMA verwendet. Soll laut diversen Test wohl sehr auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt sein. Also die ganze Distribution. Da es mindestens zwei deutschsprachige Anlaufstellen gibt, habe ich mich deshalb entschlossen mir diese Distribution mal genauer anzusehen.

Nun bleibt noch die Frage aus dem Titel. Distributionswechsel - Ja oder nein? Ich bin mir ziemlich sicher, nein. Seit Jahren schafft es keine andere Distribution mich dauerhaft von Mandrake bzw. Mandriva wegzulocken. Bin ich ein Mandriva-Fanboy? Zu einem kleinen Teil vermutlich schon. Aber Mandriva ist objektiv betrachtet einfach eine “geile” Distribution. Nur kennt sie eben fast keiner. Tja es hat ja nicht jeder x Millionen fürs Marketing übrig. Und das Unternehmen, dass hinter der Distribution steht, muss man auch nicht verstehen. Aber das ist eine andere Geschichte.

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