Fryboyter

Borg-Repository auf rsync.net komplett prüfen

Für meine “Offside-Backups” benutze ich Borg und rsync.net. Heute wollte ich meine bei rsync.net gespeicherten Datensicherungen einmal komplett überprüfen.

borg check -v --verify-data XXXXX@ch-s010.rsync.net:MeinRepository

Leider bricht der Befehl schlussendlich immer mit der Fehlermeldung “Borg server is too old for scan. Required version 1.1.0b3” ab. Scheinbar verwendet rsync.net von Haus aus eine ältere Version von Borg. Auf der Internetseite kann man aber nachlesen, dass Version 0.29 und 1.x unterstützt werden. Also sollte es doch möglich sein, die aktuelle Version 1.x zu nutzen. Wie so oft hilft RTFM weiter. Es gibt die Variable BORG_REMOTE_PATH. Mit dieser kann man angeben welche Version von Borg auf dem Server verwendet werden soll. Im Fall von rsync.net muss man den bereits genannten Befehl wie folgt ändern, damit man Version 1.x von Borg verwendet.

borg check -v --verify-data --remote-path=/usr/local/bin/borg1/borg1  XXXXX@ch-s010.rsync.net:MeinRepository

Anstelle den Parameter –remote-path= zu verwenden, kann man das ganze auch allgemeiner mit “export BORG_REMOTE_PATH=/usr/local/bin/borg1/borg1” angeben. Für Scripte dürfte das die bessere Lösung darstellen.

Vor der Nutzung von –verify-data muss ich abschließend aber noch warnen. Hierbei wird sozusagen alles auf Herz und Nieren geprüft. Und das dauert. In dem Repository das ich für den Test verwendet habe, sind nur knapp 3 GB Daten vorhanden. Bis alles getestet worden ist, sind einige Stunden vergangen. Für allgemeine Prüfungen sollte man daher andere Einstellungen wählen.

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Version 1.1 des Sicherungsprogramms Borg veröffentlicht

Für sogenannte Offside-Backups nutze ich (in der Regel in Verbindung mit rsync.net) das Tool Borg. Borg legt die zu sichernden Dateien in Repositorys an und nutzt zudem auch noch Deduplikation bei der die Daten in kleine Teile zerlegt werden. Somit werden nur die geänderten Teile bei einer Datensicherung berücksichtigt.

Vor ein paar Tagen wurde nun Borg in Version 1.1 veröffentlicht. Für mich stechen besonders folgende Sachen hervor:

  • Borg diff: Vergleichen von zwei Sicherungen
  • Borg export tar: Sicherung als Tar-Archiv exportieren
  • JSON API für die wichtigsten Sachen wie borg create, borg list usw.
  • BORG_PASSCOMMAND: Nutzung von Schlüsselringen und Hardwareschlüsseln wird damit vereinfacht

Da sich bei Borg in Version 1.1 einiges getan hat, gibt es unter https://www.borgbackup.org/releases/borg-1.1.html eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

Wer sich für Borg für ein Offside-Backup interessiert, sollte sich ggf. einmal den Dienst rsync.net ansehen. Dieser bietet für Nutzer von Attic bzw. Borg einen Sondertarifan, bei dem das GB 3 Cent im Monat kostet und man mindestens 25 GB mieten muss. Da ich dort nur meine wirklich, wirklich, wirlich wichtigen Sachen sichere komme ich somit für weniger als 8 Euro im Jahr gut zurecht und habe Dank der Deduplikation noch jede Menge Platz frei. Die Repositorys von Borg lassen sich übrigens verschlüsselt (inkl. Schlüsseldatei) anlegen so dass nur die verschlüsselten Daten hochgeladen werden.

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Die Borg sind unter uns! Rette sich wer kann!

Viele werden sicherlich die Borg kennen. Jetzt habe ich den ultimativen Beweis, dass sie existieren. Aufgrund einer Anfrage einer Sekretärin habe ich heute nichtsahnend eine XML-Datei des Systems, dass ich verwalte, geöffnet weil ich Änderungen vornehmen wollte. Und was muss ich zu meinem Entsetzen für eine hinterlegte Fehlermeldung entdecken?

Dieser Person sind ein oder mehrere BORG - Datensätze zugeordnet (Tabelle : borg)

Ist jetzt das Ende der bekannten Zivilisation nahe? Muss ich meine vierwöchigen Urlaub jetzt als Drohne verbringen? Fragen über Fragen… :D

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