Fryboyter

Fd - Finden einmal anders

Wer Linux nutzt wird früher oder später auf den Befehl find stoßen. Mit diesem lassen sich, wie der Name schon vermuten lässt, Sachen wie Dateien finden. Vor ein paar Wochen bin ich nun auf die Alternative fd gestoßen, welche gar nicht mal so schlecht ist.

Nehmen wir mal an, wir haben den Ordner “Projekt” auf der Festplatte. In diesem befindet sich eine Datei die wir dringend brauchen und von der wir nur wissen, dass sie den Namen README hat. Aber nicht ob .md, .doc. oder .txt. Mit find würde man wohl in das Projekt-Verzeichnis wechseln und dort find . -iname ‘README*’ ausführen. Bei fd reicht schon in das Verzeichnis zu wechseln und fd README auszuführen (wer will kann natürlich auch das Verzeichnis angeben. Zum Beispiel find README /home/nutzer/Projekt). Fd sucht hier automatisch rekursiv alles in dem irgenwie README vorkommt. Somit wird zum Beispiel README.md oder README.gz gefunden. Aber auch Verzeichnisse wie ./README/Anleitung.doc. Wer nur nach Dateien suchen will, kann den Parameter -tf verwenden. Wenn nur Verzeichnisse gesucht werden sollen -td.

Nehmen wir als nächstes Beispiel einmal an, wir suchen nach einer Datei von der wir nur wissen, dass Sie die Endung .md hat. Mit find würde mal wohl find . -type f -name ‘*.md’ nutzen. Mit fd reicht fd *.md.

Das sind jetzt nur einmal zwei Beispiele in denen ich fd find vorziehen würde. Ist fd nun ein vollwertiger Ersatz für find? Definitiv nicht. Denn Sachen wie find -inum 123456789 sind unter fd nicht möglich. Aber für das allgemeine Suchen von Dateien reicht fd locker aus. Zudem ist fd auch deutlich schneller beim Liefern der Suchergebnisse als find. Hat fd auch Nachteile? Kommt wohl auf die eigene Sichtweise an. Fd sollte zum einen in keiner Standardinstallation zu finden sein. Zum anderen wird als Abhängigkeit zum Erstellen von fd Rust benötigt. Die schlägt, zumindest unter Arch, mit etwa mehr als 240 MB zu buche. Rust kann man allerdings hinterher gefahrlos wieder entfernen.

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Alternative zu Isso

Als ich von Wordpress auf Bolt CMS umgestiegen bin, hatte ich mich für das Kommentarsystem Isso entschieden, da Bolt CMS solch eine Funktion nicht bietet. Gerade überlege ich mir aber, ob ich bei Isso bleibe.

Der Grund hierfür ist nicht, dass Isso Probleme im laufenden Betrieb macht. Der Grund ist auch nicht, dass Isso mit Python realisiert wird. Der Grund ist der, dass einfach keine neue offizielle Version veröffentlicht wird obwohl sich zwischenzeitlich einiges bei Isso getan hat. Wie zum Beispiel die RSS-Funktion die ich für verdammt nützlich ansehe, da man bei neuen Kommentaren ja nicht per E-Mail benachrichtigt wird. Somit nutze ich derzeit die letzte offizielle Version vom September 2016.

Aber welche Alternative kommt in Frage? Da ich die Kommentare nicht in die Hände Dritter geben will, kommen Lösungen wie Disqus definitiv nicht in Frage. Viele Alternativen zum selber hosten wie Hashover kommen ebenfalls nicht in Frage, da die Entwicklung entweder eingestellt wurde bzw. sehr langsam voranschreitet.

Am vielversprechensten finde ich derzeit Commento. Das Projekt ist zwar noch ziemlich am Anfang, wird aber bereits von von Mozilla und DigitalOcean gesponsort und die letzte offizielle Version (0.3.1) ist erst knapp einen Monat alt. Allerdings fehlt derzeit noch die Möglichkeit die Kommentare zu moderieren. Daher bin ich aktuell noch etwas unsicher ob ich derzeit wechseln soll oder nicht. Zumal sich auf fryboyter.de auch der eine oder andere menschliche Spambot herumtreibt. Da Isso, wie schon gesagt derzeit keine technischen Probleme bereitet, werde ich Commento einfach mal ein paar Wochen / Monate beobachten. Mal schauen wie sich das Projekt entwickelt.

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Alternative zu MySQL-Workbench

Wenn ich größere Sachen an einer MySQL-Datenbank mache, habe ich bisher immer MySQL-Workbench eingesetzt. An sich finde ich das Programm recht gut. Da sich durch ein Update die Bezeichnung einiger Python-Pakete unter Arch Linux geändert haben, war eine kurze Neuinstallation von MySQL-Workbench fällig. Sagte ich kurz? Genau das ist der Punkt, an dem ich das Programm am liebsten aus dem Fenster werfen würde. Das bauen des Paketes dauert gut 30 Minuten. Während der Rechner also fleißig vor sich hin baut, habe ich mir mal die Alternativen zu MySQL-Workbench angesehen. Navicat finde ich zwar gut, aber für das was ich daheim mache, zu teuer. HeidiSQL läuft zwar mit Wine, aber darauf möchte ich verzichten. Zufällig bin ich dann auf (DBeaver](http://dbeaver.jkiss.org “DBeaver”) gestoßen. Und so wie es aussieht, wird MySQL-Workbench wohl von der Platte fliegen, da es innerhalb weniger Sekunden installiert ist. Lediglich der Start könnte etwas schneller sein.

Bisher habe ich mit DBeaver nur etwas herum gespielt. Aber was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Das Teil kommt nicht nur mit MySQL sondern auch mit vielen anderen Datenbanken zurecht. PostgreSQL, Oracle und Informix. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Somit könnte ich auch die Datenbanken auf der Arbeit von daheim aus quälen… :D Ebenfalls gut finde ich, dass man damit automatisch einen SSH-Tunnel aufbauen kann, um sich darüber mit externen Datenbankservern zu verbinden. ERD Diagramme werden auf den ersten Blick ebenfalls unterstützt. Und der SQL-Editor für die Statements scheint auch das zu machen, was ich will.

Da DBeaver in Java erstellt wurde (was vermutlich die relativ lange Ladezeit erklärt), läuft es nicht nur unter Linux, sondern auch unter Windows, Mac, Solaris usw. Lange Rede, kurzer Sinn, wer von MySQL-Workbench weg will oder einfach mal etwas neues probieren will, sollte mal einen Blick auf den DBeaver werfen.

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Augenschonende Alternative zu WinDirStat

Ab und zu kommt es vor, dass mich jemand kontaktiert und mich um Hilfe bittet, weil seine bzw. ihre Platte vollgelaufen ist. Oder es passiert mir selber. Da ich in solch einem Fall bei den heutigen Festplattengrößen nicht jedes Verzeichnis per Hand durchsuchen will oder kann, verwende ich in der Regel unter Windows WinDirStat. Leider ist die grafische Anzeige dort leicht unerträglich. Hässlich wie die Nacht wollte ich nicht schreiben. Ups…

In Donsalvas Blog bin ich auf SpaceSniffer aufmerksam geworden. Damit wird die Belegung des gescannten Datenträgers ebenfalls grafisch angezeigt, allerdings wesentlich augenschonender. Innerhalb dieser Anzeige kann man zudem auch navigieren und Dateien/Verzeichnisse direkt löschen. Portabel ist das Programm auch noch. Ich denke mal, es wird kurz oder lang WinDirStat bei mir ablösen. Einen kleinen Nachteil hat das Programm aber. Es hat keine Baumansicht. Diese konnte man mit WinDirStat anzeigen lassen. Vielleicht stelle ich mal einen Feature-Request an den Programmierer.

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FreeOTFE - TrueCrypt-Alternative ohne Administratorrechte

Bisher habe ich schützenswerte Dateien auf meinen USB-Sticks immer mit TrueCrypt verschlüsselt. Wer hätte das gedacht. ;-)

Leider kommt es immer öfters vor, dass ich an Rechnern arbeite, bei denen TrueCrypt nicht installiert ist und ich mir auch nicht mal eben Administratorrechte verschaffen kann. Deswegen habe ich mir mal Alternativen zur portablen Version von TrueCrypt angesehen, mit denen man zumindest Lesezugriff auf seine verschlüsselten Daten bekommt, ohne dass das Programm installiert sein muss oder man über Administratorrechte verfügen muss. Die Auswahl war nicht gerade berauschend. Quasi nicht vorhanden trifft es eigentlich besser. Zumindest wenn man einigermaßen sicher sein will.

Schlussendlich bin ich dann bei FreeOTFE gelandet. Damit erstellte Container können unter Windows als auch Linux verwendet werden. Schon mal ein Pluspunkt für mich. Und es gibt einen sogenannten FreeOTFE Explorer. Damit kann man unter Windows auch ohne Administratorrechte auf den Containerinhalt zugreifen. Bis TrueCrypt 4.2 (wenn ich mich jetzt nicht irre) gab es so etwas auch für TrueCrypt. Dieser TrueCrypt-Explorer basierte laut meinen Informationen sogar auf dem FreeOTFE Explorer. Da ich das “Administratorproblem” eigentlich nur mit Windowsbüchsen habe, passt das auch wie die Faust aufs Auge.

Für die paranoide Fraktion lassen sich übrigens auch sogenannte hidden Volumes, wie man sie von TrueCrypt her kennt, erstellen. Meiner Meinung nach ist das zwar absoluter Blödsinn, aber hinter mir ist ja auch nicht die CIA, das FBI und die Freimaurer her.

Neben der normalen Version, mit welcher man das Programm bzw. den Explorer fest installieren kann, werden auch noch normale portable und U3 Versionen zum Download angeboten.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wer für seinen externen Medien eine TrueCrypt-Alternative sucht, welche ohne Administratorrechte auskommt, sollte sich FreeOTFE einmal ansehen. Diese Lösung ist immer noch besser als verschlüsselte 7zip-Archive.

So wie es aussieht, ist der Vertrag der offiziellen Internetseite von FreeOTFE nicht erneuert worden und somit hat sich jemand anderes die Domain unter den Nagel gerissen. Da die Entwicklerin von FreeOTFE auch nicht mehr über die mir bekannten E-Mail-Adressen erreichbar ist, gehe ich davon aus, dass die Entwicklung des Programms nun endgültig tot ist. Die letzte Version findet man allerdings noch unter http://sourceforge.net/projects/freeotfe.mirror/files/.

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