Fryboyter

WLAN Stick und Predictable Network Interface Names

Predictable Network Interface Names sind im Grunde eine gute Sache, da der zugeteilte Name des Interfaces immer gleich bleibt. Bei einem USB-WLAN-Stick kann es aber auch nerven.

Wie heute schon geschrieben, habe ich mir den Fritz!WLAN Stick AC 860 zugelegt. Diesen habe ich bei ersten Tests in den USB-Port auf der rechten Seite des Notebooks gesteckt. Der Befehl “ip addr” hat dann zum Beispiel “wlp0s26u1u2” als Interface-Name ausgspuckt, welchen ich in die Konfigurationsdatei von netctl eingetragen habe. Nachdem alles funktioniert hat, habe ich noch etwas herumgespielt und hierbei den Stick auch in den USB-Port auf der linken Seite gesteckt. Und schon konnte ich die Netzwerkverbindung nicht aufbauen. Ein erneutes Ausführen von “ip addr” hat mir nun den Interface-Namen “wlp0s20u2” angezeigt.

Im Grunde genommen ist das auch logisch, da es sich um einen anderen Steckplatz handelt und daher auch ein anderer Name fest zugeteilt wird. Aber in der Praxis ist das ungünstig, da in der Konfiguration von netctl der Interface-Name fix eingetragen wird. Muss ich also zukünftig darauf achten, den Stick immer in den gleichen Port zu stecken? Entweder das oder man erstellt sich eine udev-Regel.

Hierzu schließt man erst einmal den Stick an und führt danach “lsusb” aus. Hiermit erhält man beispielsweise folgende Ausgabe.

Bus 001 Device 004: ID 057c:8503 AVM GmbH

Nun prüft man, wie udev den Stick sieht. Hierzu führt man folgenden Befehl aus.

udevadm info -a -p $(udevadm info -q path -n \_/dev/bus/usb/001/004) | grep ATTR{configuration} 

Hier muss man den Teil mit /dev/bus/usb entsprechend der Ausgabe von lsub anpassen. Im Falle des von mir verwendeten Sticks wird “ATTR{configuration}==“FRITZ!WLAN AC 860”” ausgegeben.

Nun hat man alles, was man für eine udev-Regel braucht. Unter /etc/udev/rules.d/ erstellt man daher die Datei 10-network-devices.rules mit folgendem Inhalt und speichert diese ab. Nutzt man einen anderen Stick, muss man logischerweise bei ATTRS{product} etwas anderes eintragen.

SUBSYSTEM=="net", ACTION=="add", ATTRS{product}=="FRITZ!WLAN AC 860", NAME="wlan"

Schließt man zukünftig einen Netzwerkadapter über USB an, wird geprüft ob dieser das Produkt-Attribut “FRITZ!WLAN AC 860” hat. Wenn ja, wird diesem der Interface-Name “wlan” zugeteilt. Und zwar egal an welchem USB-Anschluss der Stick angeschlossen wurde.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen, dass bei dem Befehl mit udevadm ATTR{product} angezeigt wird, in der Regel aber ATTRS{product} steht. Das ist kein Fehler, sondern muss in diesem Fall so sein.

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Fritz!WLAN Stick AC 860 unter Linux

In meinem Notebook ist eine Centrino Advanced-N 6205 WLAN-Karte verbaut. Diese verbindet, egal was ich mache, mit maximal 54 MB/s (genutzt wird noch weniger). Laut Google bin ich wohl nicht der einzige mit dem Problem. Also muss etwas her das mehr Bandbreite bietet.

Normalerweise würde ich einfach die Karte wechseln. Was bei Geräten von Lenovo (zumindest bei älteren Modellen) nicht ganz so einfach ist. Denn im Bios / UEFI ist eine Whitelist vorhanden. Somit funktionieren nur bestimmte Karten. Eine offizielle Aufstellung funktionierender Karten gibt es natürlich nicht. Weihnachtsgeld sei dank habe ich mir spontan den WLAN-USB-Stick AC 860 von AVM gekauft.

Im Lieferumfang findet man neben dem USB-Stick auch einen USB-Standfuß sowie eine Anleitung.

Auf dem Notebook ist Arch (Kernel 4.19.9) installiert. Gleich nach dem anschließen des Sticks wird dieser erkannt und startet im sogenannten CD-ROM-Modus. Auf diesem “CD-ROM” sind die Treiber gespeichert. Natürlich für Windows. Das ist zum einen für Linux überflüssig und zum anderen bleibt der Stick in diesem Modus hängen. Super.

Die Lösung ist allerdings ziemlich einfach. Man muss einfach usb_modeswitch installieren. Bei Arch liegt das Paket in den community Paketquellen. Stöpselt man dann den Stick an, startet er im richtigen Modus durch.

Für die Netzwerkverbindungen auf meinem Notebook verwende ich netctl. Hier musste ich nur die Bezeichnung des alten Interface gegen die des neuen in der Konfigurationsdatei austauschen. Und schon steht die Verbindung. Theoretisch sind laut Router 866 / 866 Mbit/s möglich. In der Praxis ist der Stick mit 650 / 780 Mbit/s verbunden und läuft stabil. Mal schauen ob man hier noch etwas an der einen oder anderen Schraube drehen kann. Alles in allem bin ich zufrieden. Endlich kann ich die komplette Bandbreite meines Internetanschlusses auch mit dem Notebook ausreizen. Einen Datentransfer im LAN konnte ich noch nicht testen. Ich gehe aber davon aus, dass das auch keine Probleme macht.

Noch ein Hinweis zum Schluss. Der Stick wird erst ab Kernel 4.19 unterstützt.

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Dateisystem Btrfs wird demnächst Swap-Dateien unterstützen

Seit Jahren verwende ich auf meinen privaten Rechnern kein Swap. Für spezielle Fälle war es aber ganz nützlich mal eben eine Swap-Datei anzulegen. Seit ich Btrfs nutze, war dies leider keine Option mehr, da dieses Dateisytem keine Swap-Dateien unterstützt. Das wird sich demnächst voraussichtlich aber wieder ändern.

Warum wieder? Im Jahre 2009 wurde die Unterstützung von Swap-Dateien entfernt, da Swap-Dateien Probleme gemacht haben. Der Entwickler Omar Sandoval hat nun aber kürzlich einen Patcheingereicht, der die sichere Nutzung von Swap-Files unter Btrfs ermöglicht. Wenn es keine Probleme damit gibt, könnte diese Änderung bereits in der übernächsten Version des Kernels (voraussichtlich März 2019)_enthalten sein.

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Lesezeichen mit Nextcloud synchronisieren

Inzwischen bieten einige Browser an die Lesezeichen (auch Bookmarks genannt) zu synchronisieren. Dies erfolgt aber meist über Server über die man keine Kontrolle hat. Blöd wenn man Porno-, Islamisten- oder Warez-Seiten gebooktmarkt hat und sich der Anbieter für die Bookmarks interessiert.

Heute bin ich zufällig auf floccus aufmerksam geworden. Hiermit lassen sich die Lesezeichen über die eigene Nextcloud-Instanz synchronisieren. Für Chrome / Chromium und Firefox gibt es entsprechende Erweiterungen.

And Now for Something Completely Different™. Schlagt mich oder geht mit Tiernamen. Aber an der Stelle mache ich einfach mal schamlos Werbung für das Album We’Re Your Friends,Man von The Bevis Frond. Wer in den 90ern aufgewachsen ist und / oder mit Mukke wie Pearl Jam, RHCP, Stilskin, REM usw. etwas anfangen kann, sollte ich das neue Album anhören. Ist schon lange her, dass mich ein Album quasi zum Sofortkauf verleitet hat.

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Versionsverwaltung mit Fossil

Bisher habe für meine privaten Projekte immer vermieten eine Versionsverwaltung zu verwenden. Da ich Ende des Monats mein Ansible-Projekt umsetzen werde und ein weiteres größeres Projekt geplant ist ist es wohl Zeit für solch ein Tool.

Die meisten werden vermutlich keinen Gedanken daran verschwenden und den Platzhirsch git nutzen. Ich kann mich mit git aber nicht anfreunden. Und vom Funktionsumfang werde ich vermutlich nur einen Bruchteil benötigen. Also mache ich, was ich ganz gut kann. Mir alternative Programme ansehen.

Da ich in einer Kathedrale und nicht auf einem Basar entwicklen werde, habe ich mich spontan für Fossil entschieden. Dieses Tool wird zum Beispiel für die Entwicklung von SQLite verwendet. Zudem sind die Entwickler von SQLite zufällig auch die Entwickler von Fossil. Warum das so ist, kann man unter https://sqlite.org/whynotgit.html nachlesen.

Auch wenn die Bedienung von Fossil Ähnlichkeiten mit der von git aufweist, finde ich Fossil angenehmer zu bedienen.

fossil init ansible #Repository "ansible" erstellen
nfossil open ansible #Repository "ansible" öffnen
fossil add install.yml #Datei "install.yml" zum Repository hinzufügen
fossil commit #Änderung bestätigen
fossil close ansible #Repository "ansible" schließen

Fossil bietet natürlich noch weitere Möglichkeiten. Genaueres kann man in der Dokumentation nachlesen. Aber Moment… Warum wird bei obigen Beispiel das Repository geöffnet und geschlossen. An dem Punkt kommen wir zur Besonderheit von Fossil. Ein Repository wird hier in eine SQLite-Datenbank gepackt. Somit wird mit “open” die Verbindung aufgebaut und mit “close” geschlossen. Auf den ersten Blick mit sqlitebrowser macht der Datenbankaufbau keinen schlechten Eindruck.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass Fossil auch über einen grafische Oberfläche verfügt, über die unter anderem eine Timeline der Änderungen, ein Forum und ein Wiki angeboten werden. Im Grunde wie bei Github. Wie das genau aussieht kann man sich auf der offiziellen Seite von Fossil ansehen. Diese läuft mit besagter Oberfläche. Lokal lässt sich diese mit “fossil ui ansible” starten, so dass man das ganze auch einzelner Entwickler intern nutzen kann.

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