Fryboyter

Version 0.13.0 des Kommetarsystems Isso veröffentlicht

Bei Isso handelt es ich um ein auf Python basierendes Kommentarsystem, dass man selbst hosten kann, sodass die Kommentare der Nutzer nicht auf Server Dritter gespeichert werden.

Isso hatte lange Zeit zwei Probleme. Zum einen verlief die Entwicklung teilweise etwas schleppend. Und zum anderen, was das größere Problem war, konnte nur eine Person neue Versionen veröffentlichen. Und diese hatte, und hat vermutlich weiterhin, im echten Leben sehr viel zu tun.

Das hat sich seit Version 0.12.6 geändert. Neue Entwickler beteiligen sich und die nötigen Rechte um neue Versionen zu veröffentlichen sind vorhanden. Daher wurde vor etwas weniger als 24 Stunden die Version 0.13.0 veröffentlicht. Die Änderungen sind ziemlich unfangreich und können unter https://isso-comments.de/news/#isso-version-0-13-0-released nachgelesen werden.

Weiterhin ist Isso nun über https://isso-comments.de erreichbar und soll als Gemeinschaftsprojekt weitergeführt werden.

Ich habe die Isso-Instanz, die ich auf fryboyter.de nutze, bereits auf Version 0.13.0 aktualisiert. Ich musste lediglich nachträglich die CSS-Datei aktualisieren, da diese grundlegend von den Isso-Entwicklern überholt wurde.

OSBN

Hugo Extended 0.101.0 für Uberspace.de / CentOS 7

Zum Erstellen von fryboyter.de nutze ich Hugo. Und als Webspace nutze ich uberspace.de. Wenn ich beispielsweise einen neuen Artikel schreibe, erstelle ich für diesen einen Commit, den ich in ein Mercurial-Repository auf den Webspace hochlade. Jeder neue Commit löst dann die Ausführung eines Scripts aus, welches die Seite neu erzeugt.

Das Script nutzt hierfür die fertig kompilierte Version von Hugo die von den Entwicklern angeboten wird und die auf dem Webspace abgespeichert ist. Aufgrund von kürzlich erfolgten Änderungen an der Internetseite benötige ich nun die sogenannte extended Version von Hugo. Die aber leider bei Uberspace.de nicht funktioniert, da dort aktuell CentOS 7 zum Einsatz kommt, sodass einige benötigte Pakete zu stabil sind. Oder anders ausgedrückt zu veraltet sind. Hugo bricht daher mit der folgenden Fehlermeldung ab.

/home/laythos/bin/hugo: /lib64/libstdc++.so.6: version `GLIBCXX_3.4.20' not found (required by /home/laythos/bin/hugo)
/home/laythos/bin/hugo: /lib64/libstdc++.so.6: version `CXXABI_1.3.8' not found (required by /home/laythos/bin/hugo)
/home/laythos/bin/hugo: /lib64/libstdc++.so.6: version `GLIBCXX_3.4.21' not found (required by /home/laythos/bin/hugo)

Das Problem ist den Entwicklern bekannt (https://github.com/gohugoio/hugo/issues/9330), aber aus nachvollziehbaren Gründen werden für alte Distributionen keine fertig kompilieren Versionen angeboten.

Also bleiben in dem Fall zwei Möglichkeiten. Man erzeugt die Internetseite jedes Mal lokal und lädt diese beispielsweise mit rsync auf den Webspace. Oder man kompiliert eine Version von Hugo die CentOS 7 unterstützt. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Das Kompilieren direkt auf einem Uberspace sollte man allerdings nicht probieren. Denn dort kann man maximal 1,5 GB RAM nutzen. Alles, was mehr braucht, wird automatisch beendet. Was bei Hugo der Fall ist.

Daher habe ich mir von https://www.osboxes.org eine virtuelle Umgebung von CentOS 7 heruntergeladen und mit VirtualBox gestartet. Anschließend habe ich golang sowie gcc-c++ installiert. Ersteres über Umwege, da Go scheinbar nicht in den offiziellen Paketquellen vorhanden ist.

Danach bin ich wie folgt vorgegangen.

wget https://github.com/gohugoio/hugo/archive/refs/tags/v0.97.3.zip
unzip https://github.com/gohugoio/hugo/archive/refs/tags/v0.97.3.zip
cd hugo-0.97.3
CGO_ENABLED=1 go install --tags extended

Mit dem ersten Befehl wir der Sourcecode der derzeit aktuellen Version heruntergeladen. Mit dem zweiten Befehl wird dieser entpackt. Der dritte Befehl wechselt in das betreffende Verzeichnis, in dem die Dateien entpackt wurden. Und der letzte Befehl kompiliert die extended Version von Hugo.

Wenn der letzte Befehl erfolgreich ausgeführt wurde, was je nach Hardware ein paar Minuten dauern kann, sollte man im Verzeichnis ~/go/bin/ die Datei hugo finden. Diese kopiert man dann einfach auf seinen Uberspace. Damit sollte dann das Erzeugen der Internetseite ohne Fehlermeldungen funktionieren.

Unter https://e1.pcloud.link/publink/show?code=kZSMfzZx0nn3yYPAEVOyuhqvPPdgLfvF5ek habe ich die aktuelle von mir erzeugte Version von Hugo die bei Uberspace.de funktioniert hochgeladen. Wer will (und mir vertraut), kann diese gerne nutzen.

info
Zuletzt aktualisiert am 16.06.2022.
Version 0.101.0 erstellt und hochgeladen von Hugo für Uberspcae / CentOS 7.
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Gehäuse diverser Geräte öffnen

Vor einigen Monaten habe ich mir ein neues Notebook gekauft. Ein Thinkpad E14 Gen 3 um genau zu sein. Unter Linux gibt es nur zwei Probleme. Der Fingerabdrucksensor, den ich nicht benötige, funktioniert aktuell gar nicht. Und es ist eine WLAN-Karte von RealTek verbaut. Was zwar immer noch besser als Broadcom ist, aber eine Karte von Intel wäre besser als alle beide.

Ich habe mir daher die Karte AX200 von Intel gekauft, die unter Linux “out of the box” unterstützt wird und die einfach funktioniert.

Als ich die Karte einbauen wollte, habe ich die Schrauben am Gehäuseboden den Notebooks entfernt. Danach hat sich dieser aber keinen Millimeter bewegt. Lenovo ist, zumindest bei diesem Modell, dazu übergegangen das Ganze noch zusätzlich mit Clips zu sichern. Das ist immer noch besser als das Gehäuse zu verkleben, aber was soll das? Mein altes Thinkpad X230 hatte keine Clips und es ist weder explodiert noch auseinander gefallen. Dafür ist die Hardware im E14 zugegeben besser zugänglich.

In solch einem Fall versuche ich die Clips zu lösen, indem ich beispielsweise mit einer alten Kreditkarte oder einer Telefonkarte (die älteren Leser werden wissen, was ich meine) im Schlitz zwischen dem oberen und unteren Teil des Gehäuses mit etwas Druck entlang fahre und dabei mantraartig den Satz “hoffentlich brechen die Clips nicht ab” wiederhole. Wartungs-Voodoo sozusagen.

Da diese Karten relativ instabil sind, ist diese Lösung keine gute. Auch wenn sie meist funktioniert. Ein Musiker, den ich kenne, hat mir einen verdammt guten Tipp gegeben. Ein Plektrum. Also diese dreieckigen Dinger mit denen man eine Saite einer Gitarre anschlägt. Diese gibt es in verschiedenen Steifigkeiten. Wenn man ein ziemlich hartes Plektrum nimmt, ist das eigentlich ideal um solche Gehäuse zu öffnen.

Aber es gibt doch Reparaturkits von beispielsweise iFixit mit speziellen Tools, um Gehäuse zu öffnen? Ja gibt es. Diese Dinger ähneln verblüffend Plektren. Kosten dafür aber mehr. Und in meinem Fall habe ich schon diverse Schraubendreher, Pinzetten und so weiter, sodass sich ein komplettes Set nicht lohnen würde. Wer also in der gleichen Lage ist wie ich, sollte sich daher eher ein Plektrum kaufen. Oder eines abstauben, wenn er einen Gitarrenspieler kennt.

Was vielleicht auch funktionieren könnte, wäre ein Reifenheber, den man beim Wechsel eines Fahrradreifens nutzt. Ausprobiert habe ich es aber noch nicht.

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Kommentarsystem Isso 0.12.6 veröffentlicht

Vor ein paar Stunden wurde Version 0.12.6 des Kommentarsystems Isso veröffentlicht welches ich für fryboyter.de verwende.

Das Changelog findet man unter https://github.com/posativ/isso/releases/tag/0.12.6.

Ein Update mittels pip hat bei mir problemlos funktioniert. Was mich positiv überrascht hat da ich mit Isso bei der Installation bzw. bei einem Update schon öfter Probleme hatte.

OSBN

I/O Scheduler automatisch einstellen

Mit einem I/O Scheduler wird die zeitliche Abfolge von Lese- und Schreibvorgänge bei Speichermedien koordiniert. Je nachdem ob es sich um eine normale HDD, eine SSD oder eine NVMe handelt, können unterschiedliche Scheduler sinnvoll sein. Oft nutzen Distributionen allerdings den gleichen Scheduler für alle Speichermedien.

Bei einem normalen Rechner eines durchschnittlichen Benutzers fällt dies meist nicht ins Gewicht. Optimal ist es trotzdem nicht. Also sollte man sein System entsprechend konfigurieren.

Nun ist es so, dass ich in meinem Hauptrechner sowohl HDD, SSD als auch NVMe verbaut habe und regelmäßig zusätzliche Speichermedien temporär anschließe. Somit möchte ich den Scheduler automatisch zuweisen lassen. Dies lässt sich mit einer udev Regel umsetzen. Hierfür erstellt man die Datei /etc/udev/rules.d/60-ioschedulers.rules und füllt diese mit folgendem Inhalt.

# Scheduler für HDD
ACTION=="add|change", KERNEL=="sd[a-z]*", ATTR{queue/rotational}=="1", ATTR{queue/scheduler}="bfq"
# Scheduler für SSD
ACTION=="add|change", KERNEL=="sd[a-z]*", ATTR{queue/rotational}=="0", ATTR{queue/scheduler}="mq-deadline"
# Scheduler für NVMe
ACTION=="add|change", KERNEL=="nvme[0-9]n[0-9]", ATTR{queue/scheduler}="none"

Hiermit wird normalen HDD der Scheduler bfq zugeordnet. Bei SSD kommt der Scheduler mq-deadline zum Einsatz. Und im Falle von NVMe wird meist none eingestellt, da bei diesen Speichermedien ein anderer Scheduler oft keinen Vorteil bringt. Wer will, kann natürlich etwas anderes einstellen.

Anschließend liest man mit Root-Rechten mittels udevadm trigger die angeschlossene Hardware neu ein damit die Regeln genutzt werden. Alternativ kann man auch einfach den Rechner neu starten.

Danach sollte je nach Speichermedium der entsprechende Scheduler aktiv sind. Überprüfen lässt sich dies mit dem Befehl grep "" /sys/block/*/queue/scheduler. Der jeweils verwendete Scheduler wird in eckigen Klammern angezeigt.

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