Fryboyter

Multi-Boot-USB-Stick mit Ventoy erstellen

Der eine oder andere wird sich bestimmt einen USB-Stick erstellt haben mit dem man unterschiedliche Iso-Dateien booten kann. Bei vielen Lösungen ist hierbei einige Handarbeit nötig. Vor ein paar Tagen bin ich auf das Tool Ventoy gestoßen, das diesen Aufwand sehr minimiert.

Als erstes muss man sich das Tool auf den Rechner installieren (bei Arch Linux ist es im AUR zu finden). Danach steckt man den USB-Stick in einen der USB-Anschlüsse am Rechner und prüft mittels “fdisk -l” wie er ansprechbar ist. Nehmen wir als Beispiel /dev/sdf.

Nun bereitet man mittels “yentoy -i /dev/sdf” (/dev/sdf muss an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden) den USB-Stick vor. Ist die Installation abgeschlossen, sollte man auf dem USB-Stick zwei Partitionen haben. Eine kleine für das Booten und die größere für die Iso-Dateien. Abschließend kopiert man die gewünschten Iso-Dateien auf die größere Partition. Und das war es schon. Bootet man nun vom USB-Stick sollte man ein Auswahlmenü erhalten welche der Dateien man starten will. Ich habe es mit der aktuellen Iso-Datei von Arch Linux sowie mit einer Iso-Datei von Windows 10 probiert und es hat problemlos funktioniert.

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I'll be back

Bestimmt kennen die meisten den Spruch “i’ll be back” den Arnold Schwarzenegger im Film Terminator zum Besten gibt. Und er hatte recht.

Jahrelang hatte ich den Terminal Emulator Terminator genutzt, da ich zum Beispiel dessen Tiling-Funktion geschätzt habe. Leider ist die Entwicklung im Jahre 2017 eingeschlafen. Zudem basiert die letzte veröffentlichte Version auf Python 2, was seit diesem Jahr offiziell “end of life” erreicht hat. Daher bin ich schon vor Längerem zu Tilix gewechselt. Dieses Projekt hat allerdings das gleiche Schicksal ereilt, so das es aktuell keine Weiterentwicklung gibt.

Aber manchmal kommen sie wieder. Anfang April haben einige Entwickler beschlossen das Projekt “Terminator” weiterzuführen. Das Projekt auf Launchpad konnte laut deren Aussage nicht übernommen werden, so dass es bei Github eine neue Heimat gefunden hat. Worüber ich sehr froh bin, da ich die grafische Oberfläche von Launchpad einfach nur schrecklich finde.

Mitte April wurde dann die Version 1.92 veröffentlicht. Die wohl wichtigste Änderung ist, dass Terminator nun Python 3 nutzt. Daher bin ich heute von Tilix wieder zu Terminator gewechselt und hoffe das ein weiterer Wechsel des Terminal Emulators nun in weiter Ferne liegt.

Bestimmt werden sich jetzt einige Fragen, warum nicht st? Oder warum nicht urxvt? Oder kitty? Die Antwort lautet wie so oft Geschmackssache. Und mir schmeckt eben Terminator.

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Isso in Go

Isso ist aktuell mein bevorzugtes Kommentarsystem für Internetseiten, da man hierfür nur eine SQLite-Datenbank benötigt. Leider war die Installation in der Vergangenheit oft etwas problematisch. Aktuell ist wohl eine Installation über PyPI gar nicht bzw. nur über Umwege möglich (https://github.com/posativ/isso/issues/617).

Durch Zufall bin ich heute bei Github auf go-isso gestoßen. Der Entwickler möchte eine API kompatible Alternative zu Isso anbieten für die er die Programmiersprache Go nutzt. Somit braucht man im besten Fall nach Veröffentlichung einer neuen Version nur eine einzelne Datei herunterladen und ausführen. Bei Hugo klappt das zumindest sehr gut.

Der Entwickler weist aber aktuell darauf hin, das go-isso noch mit Vorsicht zu genießen ist, da es sich um sein erstes Projekt mit Go handelt, so dass der Code vermutlich qualitative Verbesserungen vertragen kann. Bugs sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Kurz gesagt, Benutzung auf eigene Gefahr.

Vielleicht hat ja der eine oder andere Leser dieses Artikels Lust und Zeit, sich an go-isso zu beteiligen. Gesucht werden auch Leute die sich mit Javascript auskennen. Da ich weder das eine noch das andere beherrsche, werde ich wohl selbst nur testen und ggf. Bugs melden.

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Wer Hilfe will sollte keine Screenshots veröffentlichen

Derzeit versuche ich wieder verstärkt auf diversen Plattformen den Nutzern bei Ihren Computerproblemen zu helfen. Hierbei ist mir aufgefallen, dass aktuell einige Nutzer beispielswese einen Screenshot einer Konfigurationsdatei erstellen (teilweise sogar mit einem Mobiltelefon), diesen dann auf eine Seite wie picflash.org hochzuladen und das Bild dann im Beitrag einzubinden mit dem um Hilfe gebeten wird.

Lasst das! Bitte. Zum einen macht ihr euch damit selbst nur unnötig viel Arbeit. Und zum anderen verschreckt ihr damit viele der Leute die euch helfen wollen. Wenn ich zum Beispiel eure Konfigurationsdatei auf Fehler testen will möchte ich diese nicht erst von einem Screenshot abtippen müssen. Eher helfe ich gar nicht.

Sofern es also sinnvoll ist, kopiert den Text einfach in den Beitrag. Oder nutzt einen Pastebin-Dienst wie termbin.com.

Um Termbin nutzen zu können, muss nur cat und netcat auf dem Rechner installiert sein. Nehmen wir beispielsweise einmal an, man hat Probleme mit Schriftarten und will die Datei fonts.conf veröffentlichen. Hierfür reicht folgender Befehl.

cat fonts.conf | nc termbin.com 9999

Als Ergebnis erhält man einen Link wie zum Beispiel https://termbin.com/92e6 der auf den Dateiinhalt verweist. Gerade bei längeren Konfigurationsdateien wie der /etc/ssl/sshd_config ist es besser darauf zu verlinken als diese komplett in den Beitrag zu packen.

Serverseitig wird bei Termbin https://github.com/solusipse/fiche eingesetzt. Wer also will, kann einen eigenen Pastebin-Dienst betreiben.

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Sddm - Nur auf einem Monitor anmelden

Achtung dieser Artikel löst ein Luxusproblem! An meinem Hauptrechner sind zwei Monitore angeschlossen und als Display Manager nutze ich SDDM. SDDM hat bei mehreren Monitoren die Angewohnheit, auf allen Monitoren das Gleiche angezeigt, so dass man sich prinzipiell über jeden Monitor anmelden kann. Mich nervt das aber irgendwie; zumal ich mich immer an dem Monitor anmelde der direkt vor mir steht. Wie gesagt, ein Luxusproblem.

SDDM sieht es selbst aktuell nicht vor, dass die Eingabemaske nur auf einem Monitor erscheint. Also ist wieder Handarbeit nötig. Hierfür benötigt man das Tool xrandr. Unter Arch hat das Paket die Bezeichnung xorg-xrandr.

Mittels “xrandr | grep ' connected’” lässt man sich als erstes die angeschlossenen Monitore anzeigen und sucht sich denjenigen heraus, den man unter SDDM nicht nutzen will. Bei mir ist das relativ leicht, da dieser die geringere Auflösung hat. Nehmen wir einmal folgendes Beispiel

(Standardeingabe):20:DP-4 connected 1920x1200+0+0 (normal left inverted right x axis y axis) 518mm x 324mm

Der Monitor ist in diesem Fall also über den Anschluss DP-4 angeschlossen. Nun erstellt man das Script /usr/share/sddm/scripts/Xsetup und trägt folgendes ein.

#!/bin/sh
xrandr --output DP-4 --off

DP-4 muss man natürlich an die eigenen Gegebenheiten anpassen.

Nun trägt man noch folgendes in die Datei /etc/sddm.conf ein (wenn die Datei nicht vorhanden ist, einfach anlegen).

[XDisplay]
DisplayCommand=/usr/share/sddm/scripts/Xsetup

Bootet man den Rechner nun neu, sollte der im Script genannte Monitor bei Einloggen nichts mehr anzeigen. Sobald man sich angemeldet hat, ist der Monitor aber wieder automatisch nutzbar.

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