Fryboyter

Benutzer automatisch ausloggen

Ich gehöre zu den Leuten die sudo nur für bestimmte Befehle und nicht als Ersatz von root nutzen. In fast allen Fällen bin ich so konsequent und beende die Sitzung mit Root-Rechten im Terminal Emulator nachdem ich diese Rechte nicht mehr benötige. Aber eben nur fast immer.

An sich ist das kein Problem, da ich alleiniger Nutzer meiner Rechner bin. Aber sicher ist sicher. Als Lösung kann man die Variable TMOUT nutzen. Mit dieser kann man definieren nach wie vielen Sekunden Inaktivität die jeweilige Session beendet wird. Inaktivität bedeutet hierbei, dass keine Eingabe über die Tastatur erfolgt.

Hierzu legt man die Datei /etc/profile.d/bash_autologout.sh an und trägt in diese folgendes ein.

TMOUT=600
readonly TMOUT
export TMOUT

Bei diesem Beispiel wird nach 600 Sekunden, also 10 Minuten, die jeweilige Session beendet. Dies betrifft sowohl Benutzerkonten als auch root. Diesen Wert kann man nach Belieben anpassen. Mit “readonly TMOUNT” verhindert man, das man die Veriable im laufenden Betrieb ändern kann (z. B. mit unset TMOUT). Wer diese Möglichkeit weiterhin haben will, trägt die Zeile einfach nicht ein. Führt man einen Befehl aus der länger als der angegebenen Zeitraum läuft (z. B. sleep 650 && echo “Hallo Welt”), beginnt der Countdown erst nachdem der Befehl fertig ist. Wer nicht will, das auch normale Benutzer im Terminal Emulator ausgeloggt werden, verzichtet einfach darauf die Zeile “export TMOUT” einzutragen.

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Bashtop - Alternative für htop

System- und Prozess-Monitore gibt es wie Sand am Meer. Top, htop, atop und vermutlich noch viele mehr. Vor kurzem bin ich auf eine weitere Alternative mit dem Namen Bashtop gestoßen, die ich interessant finde. So wird zum Beispiel die Auslastung der Netzwerkverbindung und die der CPU grafisch dargestellt. Ansonsten ist die Anzeige etwas bunter als bei anderen Tools aber nicht aufdringlich.

Bashtop

Wer schicke Anzeigen mag, sollte sich das Tool einmal ansehen. Positiv finde ich auch, dass die Netzwerkverbindung erfasst wird. Diese vermisse ich ab und zu bei htop. Trotzdem werde ich htop erst einmal treu bleiben.

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Multi-Boot-USB-Stick mit Ventoy erstellen

Der eine oder andere wird sich bestimmt einen USB-Stick erstellt haben mit dem man unterschiedliche Iso-Dateien booten kann. Bei vielen Lösungen ist hierbei einige Handarbeit nötig. Vor ein paar Tagen bin ich auf das Tool Ventoy gestoßen, das diesen Aufwand sehr minimiert.

Als erstes muss man sich das Tool auf den Rechner installieren (bei Arch Linux ist es im AUR zu finden). Danach steckt man den USB-Stick in einen der USB-Anschlüsse am Rechner und prüft mittels fdisk -l wie er ansprechbar ist. Nehmen wir als Beispiel /dev/sdf.

Nun bereitet man mittels yentoy -i /dev/sdf (/dev/sdf muss an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden) den USB-Stick vor. Ist die Installation abgeschlossen, sollte man auf dem USB-Stick zwei Partitionen haben. Eine kleine für das Booten und die größere für die Iso-Dateien. Abschließend kopiert man die gewünschten Iso-Dateien auf die größere Partition. Und das war es schon. Bootet man nun vom USB-Stick sollte man ein Auswahlmenü erhalten welche der Dateien man starten will. Ich habe es mit der aktuellen Iso-Datei von Arch Linux sowie mit einer Iso-Datei von Windows 10 probiert und es hat problemlos funktioniert.

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I'll be back

Bestimmt kennen die meisten den Spruch “i’ll be back” den Arnold Schwarzenegger im Film Terminator zum Besten gibt. Und er hatte recht.

Jahrelang hatte ich den Terminal Emulator Terminator genutzt, da ich zum Beispiel dessen Tiling-Funktion geschätzt habe. Leider ist die Entwicklung im Jahre 2017 eingeschlafen. Zudem basiert die letzte veröffentlichte Version auf Python 2, was seit diesem Jahr offiziell “end of life” erreicht hat. Daher bin ich schon vor Längerem zu Tilix gewechselt. Dieses Projekt hat allerdings das gleiche Schicksal ereilt, so das es aktuell keine Weiterentwicklung gibt.

Aber manchmal kommen sie wieder. Anfang April haben einige Entwickler beschlossen das Projekt “Terminator” weiterzuführen. Das Projekt auf Launchpad konnte laut deren Aussage nicht übernommen werden, so dass es bei Github eine neue Heimat gefunden hat. Worüber ich sehr froh bin, da ich die grafische Oberfläche von Launchpad einfach nur schrecklich finde.

Mitte April wurde dann die Version 1.92 veröffentlicht. Die wohl wichtigste Änderung ist, dass Terminator nun Python 3 nutzt. Daher bin ich heute von Tilix wieder zu Terminator gewechselt und hoffe das ein weiterer Wechsel des Terminal Emulators nun in weiter Ferne liegt.

Bestimmt werden sich jetzt einige Fragen, warum nicht st? Oder warum nicht urxvt? Oder kitty? Die Antwort lautet wie so oft Geschmackssache. Und mir schmeckt eben Terminator.

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Sddm - Nur auf einem Monitor anmelden

Achtung dieser Artikel löst ein Luxusproblem! An meinem Hauptrechner sind zwei Monitore angeschlossen und als Display Manager nutze ich SDDM. SDDM hat bei mehreren Monitoren die Angewohnheit, auf allen Monitoren das Gleiche angezeigt, so dass man sich prinzipiell über jeden Monitor anmelden kann. Mich nervt das aber irgendwie; zumal ich mich immer an dem Monitor anmelde der direkt vor mir steht. Wie gesagt, ein Luxusproblem.

SDDM sieht es selbst aktuell nicht vor, dass die Eingabemaske nur auf einem Monitor erscheint. Also ist wieder Handarbeit nötig. Hierfür benötigt man das Tool xrandr. Unter Arch hat das Paket die Bezeichnung xorg-xrandr.

Mittels xrandr | grep ' connected' lässt man sich als erstes die angeschlossenen Monitore anzeigen und sucht sich denjenigen heraus, den man unter SDDM nicht nutzen will. Bei mir ist das relativ leicht, da dieser die geringere Auflösung hat. Nehmen wir einmal folgendes Beispiel

(Standardeingabe):20:DP-4 connected 1920x1200+0+0 (normal left inverted right x axis y axis) 518mm x 324mm

Der Monitor ist in diesem Fall also über den Anschluss DP-4 angeschlossen. Nun erstellt man das Script /usr/share/sddm/scripts/Xsetup und trägt folgendes ein.

#!/bin/sh
xrandr --output DP-4 --off

DP-4 muss man natürlich an die eigenen Gegebenheiten anpassen.

Nun trägt man noch folgendes in die Datei /etc/sddm.conf ein (wenn die Datei nicht vorhanden ist, einfach anlegen).

[XDisplay]
DisplayCommand=/usr/share/sddm/scripts/Xsetup

Bootet man den Rechner nun neu, sollte der im Script genannte Monitor bei Einloggen nichts mehr anzeigen. Sobald man sich angemeldet hat, ist der Monitor aber wieder automatisch nutzbar.

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