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NetworkManager auf iwd umstellen

Zum Verwalten von Netzwerkverbindungen verwenden viele Nutzer das Tool NetworkManager. Wenn es um WLAN-Verbindungen geht, kommt hierbei meist wpa_supplicant zum Einsatz. Wird die Verbindung getrennt weil der Rechner beispielsweise in den Ruhezustand versetzt wurde, dauert es relativ lange bis die Verbindung wieder aufgebaut wird.

Um den Verbindungsaufbau zu beschleunigen kann man anstelle von wpa_supplicant iwd nutzen.

Zuerst installiert man es mit der jeweiligen Paketverwaltung (in Falle von Arch Linux also mittels pacman -S iwd). Nun erweitert man die Datei /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf um folgenden Inhalt bzw. passt die Datei entsprechend an, falls bereits ein anderes WiFi Backend definiert ist.

[device]
wifi.backend=iwd

Abschließend beendet man wpa_supplicant mittels systemctl stop wpa_supplicant.service und startet NetworkManager mit systemctl restart NetworkManager.service neu. Nun sollte iwd anstelle von wpa_supplicant verwendet werden und der Verbindungsaufbau sollte von nun an schneller erfolgen.

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WLAN-USB-Stick Cudy WU1300S unter Linux

Kürzlich habe ich einen günstigen und kompakten WLAN-USB-Stick benötigt. Spontan habe ich mir den WU1300S der Firma Cudy gekauft.

Laut den technischen Daten erreicht der Stick bis zu 400 Mbit in einem 2,4 GHz WLAN und 867 Mbit in einem 5 Ghz WLAN. Die Abmessungen betragen 37,5 x 17 x 8,5 Millimeter. Verbaut ist der rtl88x2bu Chipsatz von Realtek. Neben Windows und MacOS wird offiziell auch Linux unterstützt.

Nach dem Einstecken des Sticks in einen USB-Port wurde der Stick allerdings unter Arch Linux nicht gefunden. Es ist somit kein WLAN-USB-Stick der “out of the box” funktioniert.

Um ihn nutzen zu können, muss man den Treiber der hier angeboten wird, installieren. Wer Arch Linux nutzt, findet im AUR ein entsprechendes Rezept, das DKMS nutzt.

Damit funktioniert der Stick zufriedenstellend. Zumindest auf den ersten Blick. Denn nachdem der betreffende Rechner in den Energiesparmodus (suspend) versetzt und dann wieder aufgeweckt wird, wird die Netzwerkverbindung nicht mehr neu aufgebaut. Die Lösung ist allerdings recht einfach. In die Datei /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf trägt man einfach ap_scan=1 ein. Die Dokumentation hierfür lautet wie folgt.

wpa_supplicant initiates scanning and AP selection; if no APs matching to the currently enabled networks are found, a new network (IBSS or AP mode operation) may be initialized (if configured) (default)

Von nun an funktioniert die WLAN-Verbindung problemlos. Positiv anzumerken ist auch, dass der Stick überhaupt nicht warm wird. Dafür das ich bis vor einigen Tagen die Firma Cudy, die übrigens aus China kommt, nicht kannte, kann ich den Stick unterm Strich empfehlen. Vor allem weil er beispielsweise mit aktuell 12,90 Euro nur einen Bruchteil des von mir bereits vorgestellten WLAN-USB-Sticks AC 860 von AVM kostet.

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Installationsmedium von Arch Linux nun mit Installationstool

Früher gab es ein offizielles Installationstool für Arch Linux das, wenn ich mich recht erinnere, auf ncurses basierte. Der alleinige Entwickler dieses Tools ist dann irgendwann ausgestiegen. Und scheinbar hatte damals keiner der restlichen Entwickler von Arch Lust die Betreuung zu übernehmen.

Dies hatte zur Folge, dass der Installationsvorgang umgebaut wurde. Seit dem wird Arch Linux anhand diverser Befehle installiert. Für einige Nutzer ist dies zu kompliziert oder zu umständlich.

Für diese Leute gibt es nun eine gute Nachricht. Bereits seit einigen Monaten ist archinstall in den offiziellen Paketquellen vorhanden und ist nun auch Teil des offiziellen Installationsmedium (aktuell Version 2021.04.01) von Arch. Von nun an muss man nur noch die Iso-Datei booten, archinstall ausführen und einige Fragen beantworten. Danach sollte man eine funktionierende Installation von Arch auf dem Rechner haben.

Eine Installation, wie sie in der offiziellen Anleitung beschrieben wird, ist aber weiterhin möglich.

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Raspberry Pi Images schrumpfen

Nehmen wir an, man hat einen Raspberry Pi mit einer SD-Karte mit 120 GB komplett eingerichtet und will ein Image erstellen um dies auf andere Raspberry Pi zu installieren. Die meisten Nutzer werden hierfür Befehle wie dd if=/dev/mmcblk0 of=/home/username/raspberry.img bs=4M nutzen. Das ist einfach. Hat allerdings einen Nachteil. Die Image-Datei ist 120 GB groß egal wie viel Speicherplatz tatsächlich genutzt wird. Auch wenn Speicherplatz nicht mehr sehr teuer ist verschwendet man diesen in dem Fall. Man müsste das Image also schrumpfen. Was manuell durchaus machbar ist. Oder man nutzt PiShrink.

Damit lassen sich mittels dd erstellt Image-Dateien auf die tatsächlich genutzte Größe schrumpfen. In meinem Fall hatte ursprünglich 120 GB große Image nur noch eine Größe von 13 GB. Hierfür reicht der einfach Befehl pishrink.sh rasberry.img aus.

Erstelle man nun mittels dd den Inhalt des geschrumpften Image auf eine andere SD-Karte und bootet von dieser, passen sich die Partitionen automatisch an die Größe der SD-Karte an, so dass der gesamte Speicherplatz zur Verfügung steht. Hierfür baut PiShrink einen entsprechenden Befehl in die Image-Datei ein.

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Broot - Navigieren, Durchstöbern und Durchsuchen von Verzeichnisbäumen

Wie kann man broot am besten beschreiben? Vielleicht als Kombination aus tree und fzf auf Steroide. Oder vielleicht als eine Art Dateimanager.

Broot

Mit broot lassen sich mittel sogenanntem “fuzzy finding” Verzeichnisse suchen und deren Inhalt anzeigen. Es lassen sich aber damit auch Dateien anzeigen, neu anlegen, editieren, verschieben, Git Diffs durchführen oder per Shell in Verzeichnisse wechseln. Und noch einiges mehr. Ja Dateimanager mit fuzzy finding kommt der Sache wohl irgendwie am nächsten.

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