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Rasierseifen von Stirling

Seit Jahren rasiere ich mich ziemlich klassisch mit einem sogenannten Hobel mit echten Rasierklingen, einem Rasierpinsel und mit Rasierseifen.

Über die Jahre habe ich somit mehrere Seifen getestet, verbraucht und entsorgt. Bei einigen fand ich den Duft super. Mit anderen konnte man innerhalb kürzester Zeit den Schaum aufschlagen. Oder die Hautpflege war sehr gut. Aber alles zusammen hat mir noch keine Rasierseife geboten. Manche waren zudem echt schlimm und wanderten schnell in den Abfall.

Vor kurzem ist ging meine Vorrat an Seife von Meißner Tremonia zu Ende. Also war es Zeit für etwas neues. Relativ schnell bin ich dann auf den Hersteller Stirling gestoßen. Aktuell bietet dieser 76 verschiedene Rasierseifen mit verschiedenen Düften und mit bzw. ohne Menthol an.

Leider handelt es sich bei Stirling um einen nicht sehr großen Hersteller in den USA welcher nicht außerhalb der USA versendet. Aber in Europa gibt es zumindest einige wenige Shops die zumindest einige der vielen Seifen anbieten. Zum Beispiel https://soulobjects.de. Dort habe ich mir die Variante Pharaoh’s Dreamsicle bestellt.

Wenige Tage später wurde geliefert. Und erst dann ist mir aufgefallen, dass Stirling Rindertalg für die Seifen verwendet. Ich bin weder Vegetarier noch Veganer. Aber Rindertalg? Naja manche Kosmetikprodukte sind auch Erzeugnisse aus Erdöl enthalten. Also auf zur ersten Proberasur.

Holla die Waldfee! Mit meinem Razorock 400 Rasierpinsel war innerhalb von Sekunden ein Berg an schön cremigen Schaums aufgeschlagen. Und der Duft… Ungewöhnlich aber angenehm und erfreulicherweise nicht talgig. Und das eincremen nach der Rasur konnte ich mir auch sparen, da die Pflegeeigenschaft ebenfalls sehr gut ist.

Die Seife besteht aus folgenden Zutaten: Rindertalg, Stearinsäure, destilliertes Wasser, Rizinusöl, Kaliumhydroxid, pflanzliches Glyzerin, ätherisches Öl, Mandelöl, Sheabutter, Kokosnuss-Milch, Lanolin, Natriumhydroxid, Parfümöl und Natriumlactat. Für mich als Laie macht das keinen allzu giftigen Eindruck.

Zwischenzeitlich habe ich einige Rasuren hinter mir. Was gibt es noch zu sagen? Stirling Rasierseife ist die erste Seife die mir wirklich in allen Belangen zusagt. Inzwischen habe ich mir daher noch die Variante Satsuma gekauft. Dieses mal bei einem Onlineshop in England. Das sollte für dieses Jahr auf jeden Fall reichen. Und vermutlich auch noch ein Stück von 2022.

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VSCode friert nach dem Starten ein

Wenn ich aktuell unter Arch Linux die OSS-Version des Editor VSCode starten will, startet diese zwar, friert sofort ein so dass man das Programm nur noch gewaltsam beenden kann. Die Lösung ist aber erfreulicherweise ziemlich einfach.

Öffnet man die Datei /usr/bin/code-oss mit einem Editor (vorzugsweise nicht VSCode ;-) ) sollte der Inhalt wie folgt aussehen.

ELECTRON_RUN_AS_NODE=1 exec electron11 /usr/lib/code/out/cli.js /usr/lib/code/code.js "$@"

Alles was man machen muss ist electron11 auf electron zu ändern. Danach sollte VSCode wieder normal starten.

Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Bug seitens Arch Linux. VSCode benötigt als Abhängigkeit das Paket electron (aktuell Version 12). Mit diesem wird die Datei /usr/bin/electron installiert. Im Paket code wurde allerdings letzten Monat /usr/bin/electron auf /usr/bin/electron11 geändert (https://github.com/archlinux/svntogit-community/commit/412cf018280fd9b9f612eb84075354b9fe555af8). Vermutlich weil VSCode zu der Zeit noch von Version 11 von electron abhängig war. Und nach dem Update auf Version 12 wurde vermutlich vergessen es entsprechend anzupassen. Aber das ist nur eine Vermutung. Eventuell betrifft das Problem auch andere Distributionen (und ggf. auch die normale Version von VSCode)

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Googles FLoC auf fryboyter.de blockiert

Wenn es um das Tracking bei Werbung geht, kommen oft Third-Party-Cookies zum Einsatz. Was viele Nutzer nicht so gut finden. Daher hat sich Google überlegt diese abzuschaffen und hat sich als Alternative FloC (Federated Learning of Cohorts) ausgedacht.

Wie zu erwarten kommt es nicht gut an. Die EFF bezeichnet es als “schreckliche Idee”. Den Entwicklern des Browsers Vivaldi ist es ein “FloC off!” wert. Die Betreiber der Suchmaschine DuckDuckGo finden es auch nicht gut. Genauso wie die Leute die den Browser Brave entwickeln. Und vermutlich halten viele andere FloC für eine scheiß Idee.

Mir geht es genauso, zumal der Mist auch noch opt-out ist. Dies gilt auch für Webseitenbetreiber. Damit man nicht mitmacht, kann man den Header seiner Internetseite ändern so das bei jedem HTTP-REPLY Permissions-Policy „interest-cohort=()“ mitgegeben wird.

Wer seine Seite bei Uberspace.de hostet, hat es einfach. Hierfür genügt einfach sich bei SSH einzuloggen und den Befehl uberspace web header set / Permissions-Policy “interest-cohort=()" auszuführen. Nutzer anderer durchschnittlicher Webspaces können vermutlich oft nichts unternehmen bzw. sollten beim jeweiligen Anbieter den Support kontaktieren und hoffen das dieser positiv reagiert. Wer einen eigenen Webserver betreibt, sollte sich schlau machen wie man die Konfiguration seines Webservers entsprechend anpasst.

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Github mit Mercurial nutzen

Vor ein oder zwei Wochen habe ich mir eines meiner Git-Repository zerlegt. Da mich die Lösung viel Zeit, zu viele Nerven und zwei Commits gekostet hat, bin ich nun wieder bei Mercurial gelandet. Dieses Werkzeug mag zwar nicht so mächtig wie Git sein, die Fehlermeldungen sowie die Dokumentation sind meiner Meinung nach viel besser verständlich.

Allerdings will ich auch weiterhin Github aufgrund dessen weiter Verbreitung nutzen. Sei es nun um dort selbst etwas zu veröffentlichen oder um mich an Projekten Dritter zu beteiligen. Mercurial bietet hierfür ein Plugin, dass sich hg-git nennt. Damit kann man ein Git-Repository herunterladen und es wird lokal automatisch in ein Mercurial-Repository umgewandelt. Nimmt man nun Änderungen vor, werden diese dann vor dem Hochladen in ein Git-Repository so geändert, dass sie mit Git kompatibel sind. Die Einrichtung von hg-git ist zudem ziemlich einfach.

Ich gehe bei folgender Anleitung davon aus, dass sowohl Mercurial als auch python-dulwich auf dem Rechner installiert ist und das im Home-Verzeichnis das Verzeichnis Projekte existiert. Dem Verzeichnis kann man natürlich einen anderen Namen geben.

Zuerst wechselt man im Terminal Emulator seiner Wahl in das Verzeichnis Projekte und lädt dort die Dateien von hg-git herunter.

cd ~/Projekte
hg clone https://foss.heptapod.net/mercurial/hg-git hg-git

Alternativ kann man hg-git auch über die Paketverwaltung seiner Distribution installieren.

Als nächstes erweitert man die Datei .hgrc im Home-Verzeichnis um folgenden Inhalt. Falls die Datei noch nicht vorhanden ist, einfach anlegen und die drei Zeilen eintragen.

[extensions]
hgext.bookmarks =
hggit = ~/Projekte/hg-git/hggit

Zeile zwei aktiviert das Plugin Bookmarks das in diesem Fall Branches simuliert. Zeile drei aktiviert das eben heruntergeladene Plugin hg-git.

Im Verzeichnis Projekte laden wir nun mit folgendem Befehl ein Git-Repository herunter (die Github-Adresse sowie das Zielverzeichnis fryboyter.git bitte entsprechend an die eigenen Gegebenheiten anpassen).

hg clone git@github.com:Fryboyter/Hugo.git fryboyter.hg

Da hierbei von Git zu Merurial umgewandelt wird, kann dies je nach Größe des Repository etwas dauern.

Als nächstes wechselt man in das Verzeichnis in dem das nun erstellete Mercurial-Respository liegt. In diesem Beispiel also fryboyter.hg. Dort führt man abschließend noch den Befehl hg bookmark -f main aus. Anstelle von main muss man die Bezeichnung des Haupt-Branch angeben. Ansonsten erkennt Mercurial bei einem Push keine Änderungen.

Nun sollte alles funktionieren. Bei meinen Tests konnte ich zumindest problemlos von Github pullen und zu Github pushen. Mehr brauche ich in meinem Fall eigentlich auch nicht. Was mir bei der ganzen Aktion aufgefallen ist, dass das lokale Mercurial-Repository weniger als 30 MB groß ist. Das lokale Git-Repository hingegen belegt etwas mehr als 60 MB. Davon geht die Welt jetzt nicht unter aber es ist trotzdem ein interessantes Detail.

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Heptapod - Gitlab mit Unterstützung von Mercurial

Bei Heptapod handelt es sich um eine Plattform zur Versionsverwaltung ähnlich Github. Im Gegensatz zu Github basiert diese allerdings auf Gitlab und unterstützt dank der Entwickler auch Mercurial. Vor ein paar Jahren hatte ich bereits in einem Artikel, bei dem es um die Einstellung der Unterstützung von Mercurial bei Bitbucket ging, schon einmal auf Heptapod hingewiesen. Damals war die Plattform allerdings noch neu und unfertig.

Da ich vor ein paar Tagen mir ein Git-Repository zerschossen habe (Layer-8-Problem) und mich die Lösung viel Zeit und Nerven gekostet hat, habe ich mich mal wieder im Bereich der Versionsverwaltung Mercurial umgesehen. Heptapod gibt es immer noch und inzwischen ist es auch öffentlich nutzbar. Neben heptapod.host was hauptsächlich für Unternehmen gedacht ist, gibt es auch noch das kostenlose Angebot https://foss.heptapod.net/public das sich an FOSS-Projekt wendet.

Wer selbst hosten will, findet alle nötigen Informationen unter https://heptapod.net/pages/get-heptapod.html#get-heptapod.

Intern werde ich vermutlich wieder auf Mercurial wechseln. Git ist mir zu mächtig und zu kompliziert. Zudem finde ich die Dokumentation von Mercurial deutlich besser.

Aufgrund der weiten Verbreitung werde ich aber auch weiterhin Github nutzen, da es hierfür inzwischen funktionierende Lösungen gibt. Aber das ist ein Thema für einen weiteren Artikel.

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