Fryboyter

Arch Linux

Heute hat mich mal wieder der Hafer gestochen und ich habe mir spontan mal die aktuelle Version von Arch Linux unter VirtualBox installiert. Gefühlt zum 10 mal. Was auch in Wirklichkeit zutreffen könnte. Bisher hat mir aber irgendwie der Nerv gefehlt und mich damit etwas länger zu beschäftigen. Bis heute. Seit einigen Stunden (was ich hauptsächlich der relativ dünnen Bandbreite meines Internetanschlusses und dem Lesen der Dokumentation zu verdanken habe), sitze ich jetzt schon davor und langsam stimmt alles. Gerade ist OpenOffice an der Reihe. Ich brauche einen dickere Leitung. Bekomme ich aber leider nicht. Bei 3 Mbit ist hier Schicht im Schacht. Naja so manch einer hat es noch schlechter. Ähm wo war ich? Ach ja... Am besten fange ich mal vom Anfang an an.

1. Der Download der Iso-Datei war unspektakulär und dank der geringen Größe auch bei mir schnell erledigt.

2. Spasseshalber habe ich mich mal an die Anleitung für Einsteiger gehalten. Damit sollte eigentlich jeder der lesen kann und technisch etwas begabt ist, Arch Linux installieren können. Das Aktualisieren der Pakete und die Installation war dabei am schlimmsten. Naja 3 Mbit eben...

3. Als ich dann endlich meine Maus schubsen konnte, wollte ich mir gleich mal Opera nachinstallieren. Pustekuchen. Gibt es nicht. Warum eigentlich? Weil Opera in der derzeit aktuellen stabilen Version noch eine andere Lizenz hat, welche eine Aufnahme in die Paketquellen verhindert. War ja klar. RPM-Datei herunterladen und installieren dürfte schwierig werden. Selber kompilieren? Nur wenn es sein muss. Muss es aber nicht. Für solche Fälle gibt es Arch User Community Repository (AUR). Eine Erklärung spare ich mir jetzt an dieser Stelle. Das kann man auch bei dem Link nachlesen. Nachdem ich Opera auf der Platte hatte, war noch Yaourt an der Reihe. Eine Erweiterung für Pacman (der Paketverwaltung von Arch Linux) mit der man recht komfortabel aus AUR installieren kann. Warum baut man solch eine Funktion nicht in Pacman ein? Für jede Aufgabe ein Programm nervt bei so etwas dann doch.

4. Ich überlege mir, welche Pakete ich noch brauche. Nach einigen Installationen bleibt nur noch OpenOffice übrig. Dann sollte alles wichtige installiert sein.

Was bleibt mir abschließend zu sagen? Perfekt ist die Installation vermutlich noch nicht. Aber sie funktioniert und könnte produktiv genutzt werden. Und genau das überlege ich mir gerade ernsthaft. Irgendwie hat das "Gefrickel" mal wieder richtig Spass gemacht. Von den Downloads abgesehen. Von daher werde ich am Wochenende noch einmal in den saueren Download-Apfel beißen, Mandriva platt machen und mir Arch richtig installieren. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte bevor ich mir wieder Mandriva installiere. Das Mandriva Control Center habe ich schon irgendwie vermisst. Ja ich bin ein warmduschender Mausschubser. Und stolz darauf.

Jetzt stelle ich mir nur noch eine Frage. Warum zur Hölle gibt es kein Arch Linux auf DVD? Fedora hat doch auch Rolling Release und bietet eine DVD an. Eine DVD wäre mir wesentlich lieber. Einmal heruntergeladen und man kann zumindest das Grundsystem (was bei mir auch KDE, OpenOffice und andere Sachen mit einbezieht) schmerzfrei installieren. Vor allem mehrmals innerhalb kurzer Zeit oder auf mehreren Rechnern.


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