Netctl funktioniert wegen Abhängigkeit von powerdevil nicht mehr

Vor ein paar Tagen habe ich KDE Plasma 5.7 unter Arch Linux auf meinem Notebook installiert. Nach einem Neustart konnte ich keine Verbindung mit dem WLAN aufbauen. Egal was ich versucht habe, der Service von netctl konnte nicht gestartet werden.

Nach einigen Minuten habe ich festgestellt, dass der Service von NetworkManager läuft. Frage 1. Warum läuft NetworkManager? Frage 2. Warum ist das Teil überhaupt installiert? Die zweite Frage konnte ich schnell beantworten. PowerDevil (ein Dienstprogramm unter KDE Plasma welches für die Energieverwaltung für Notebooks usw. zuständig ist), hat nun die fixen Abhängigkeiten networkmanager und networkmanager-qt. Frage 1 ist schon schwieriger. Wenn ich mittels systemctl stop NetworkManager.service Networkmanager stoppe kann ich eine WLAN-Verbindung mit netctl aufbauen. Ok, dann eben noch ein systemctl disable NetworkManager.service um den Dienst zu deaktivieren. Neustart… Netctl kann keine Verbindung aufbauen. Ah ja… Ein systemctl status NetworkManager.service zeigt mir, dass NetworkManager läuft. Ok… Scheinbar „braucht“ irgendein anderer Service NetworkManager (wenn er installiert ist) und aktiviert mal eben ganz frech den Service wieder. Da ich an dieser Stelle keine Lust mehr hatte und reichlich genervt war, habe ich die Keule ausgepackt und den Service von NetworkManager kurzerhand mittels systemctl mask NetworkManager.service maskiert. Das hat zu folge, dass man den Dienst gar nicht mehr starten kann. Auch nicht von Hand. Hierfür müsste ich die Maskierung erst wieder entfernen. Ist mir aber auch egal. Ich mag NetworkManager nicht und PowerDevil funktioniert bei mir auch ohne NetworkManager.

Ich hoffe mal, dass die Entwickler von PowerDevil ein Einsehen haben, und NetworkManager als feste Abhängigkeit entfernen. Wegen mir kann das Zeug ja als optionale Abhängigkeit bestehen bleiben. Irgendeinen Sinn wird NetworkManager bei PowerDevil ja haben.

Nutzungsvereinbarung von Let’s Encrypt ändert sich zum 01.08.2016

Ich habe heute von Let’s Encrypt eine E-Mail bekommen, dass sich zum 01.08.2016 die Nutzungsvereinbarung ändert. In der E-Mail wird auf https://letsencrypt.org/repository/ verwiesen. Dort ist die aktuelle sowie die zukünftige Vereinbarung als PDF-Datei hinterlegt. Ein schneller Abgleich bezüglich der Änderungen klappt so nicht wirklich. Kenn White hat daher unter https://gist.github.com/kennwhite/9541c8f37ec2994352c4554ca2afeece/revisions einen Diff veröffentlicht. Vielen Dank dafür. Zukünftig will Let’s Encrypt dafür sorgen, dass Änderungen bereits von offizieller Seite besser ersichtlich sind.

Die gute Fee des Internets verstärkt das Vivaldi-Team

Molly Holzschlag, auch als gute Fee des Internets bekannt, ist eine Autorin, Dozentin und Verfechterin des Open Web. So hat Sie z. B. an dem bekannten Buch The Zen of CSS Design mitgewirkt und hat bereits für Microsoft, eBay, AOL und BBC gearbeitet.

Das Unternehmen das hinter dem Browser Vivaldi steht, welcher oft als Nachfolger von Opera bezeichnet wird, hat nun bekannt gegeben, dass sie Molly Holzschlag als Mitarbeiterin gewinnen konnten. Unter anderem soll sie dem Vivaldi-Team helfen den Browser in eine Richtung zu entwickeln, die die „technische und philosophische Wahrheit“ des Open Web fördert. Zudem soll Sie Web-Desinger und -Entwickler näher an den Entwicklungsprozess bringen.

Bin gespannt, inwieweit sich Vivaldi dank Molly Holzschlag in Zukunft ändern bzw. verbessern wird.

Wenn das Team verliert weil die Stromsparfunktion spinnt

Stellt euch vor, ihr spielt gerade mit mehreren Leuten im Internet ein Spiel das Teamarbeit erfordert. Stellt euch weiterhin vor, das mitten im Spiel die Tastatur nicht mehr funktioniert. Stellt euch auch mal vor, dass man deswegen auch die eine oder andere Runde verliert. Dann wisst ihr wie genervt ich bis vor ein paar Tagen war.

Im Moment spiele ich eigentlich nur Overwatch. Ein FPS in dem zwei Teams gegeneinander antreten. Wenn dann in Runde 5 nach zwei Minuten ein Teammitglied ausfällt weil seine Tastatur nicht mehr reagiert ist das ziemlich blöd. Noch blöder ist es, wenn man die Tastatur nur wieder zum laufen bekommen, wenn man entweder den Rechner neustartet oder unter den Tisch kriecht, den Stecker der Tastatur abzieht, bis drei zählt und ihn wieder ansteckt. Da ein Spiel in Overwatch in der Regel nur 5 Minuten dauert kann man das Spiel eigentlich abhaken. Das die eigenen Teammitglieder das nicht so toll finden, brauche ich vermutlich gar nicht erwähnen.

Auf der Suche nach dem Problem, welches ausschließlich unter Windows auftritt und nie unter Linux, habe ich die Ereignisanzeige durchgeackert. Nichts, was auf Eingabegeräte hinweist. Dann habe ich geschaut, ob Windows vielleicht die Tastatur (Ducky Shine 3) ausschalten darf um Energie zu sparen. Auch das war nicht der Fall. Zumal die Beleuchtung der Tastatur ja auch dann weiter geleuchtet hat, wenn das Problem aufgetreten ist. Ich habe Maus und Tastatur auf andere USB-Anschlüsse umgesteckt. Nach neuen Treibern gesucht. Die Firmware der Tastatur aktualisiert. Ich habe sogar die Platten auf Fehler überprüft (wieso auch immer. Zumindest habe ich so festgestellt, dass ein Datengrab wohl langsam erneuert gehört. Aber das ist ein anderes Thema).

Vor kurzem habe ich den Übeltäter erwischt. Im Gerätemanager sind bei mir einige USB-Root-Hubs aufgeführt. Und ratet mal, was hier die Standardeinstellung ist? Windows darf diese bei Bedarf ausschalten um Strom zu sparen. Scheinbar ist es Windows recht egal, wie ein angeschlossenes Gerät, welches über den USB-Root-Hub gesteuert wird, eingestellt ist. Denn nachdem ich (vorsorglich) allen USB-Root-Hubs die Erlaubnis entzogen habe, dass Windows diese ausschalten darf, funktioniert die Tastatur nun auch nach stundenlangem Spielen ohne Probleme.

Tja das Leben ist grausam und ungerecht. Und Windows trägt oft nicht dazu bei es zu verbessern.

Mausgesten lassen sich unter Vivaldi nun offiziell anpassen

Seit Jahren bin ich ein großer Fan von Mausgesten um den Browser zu steuern. Bisher konnte man unter Vivaldi zwar Mausgesten nutzen, diese aber offiziell nicht anpassen. Eine inoffizielle Möglichkeit hatte ich vor ein paar Monaten veröffentlicht. Mit dem aktuellen Snapshot von Vivaldi ist dies nun auch ganz offiziell möglich.

Über das Menü Werkzeuge -> Einstellungen (alternativ ALT+P) ruft man einfach die Einstellungen von Vivaldi aus und wählt den Punkt Maus aus (wer hätte das gedacht…). Hier kann man nun vorhandene Mausgesten anpassen indem man die gewünschte Gestenzuordnung auswählt und dann auf das Stiftsymbol klickt. Neue Funktionen kann man hinzufügen indem man auf das Pluszeichen klickt. Nicht benötigte Mausgesten lassen sich um das Minuszeichen entfernen.

Vivaldi_Mausgesten

Was soll ich sagen. Vivaldi wir von Snapshot zu Snapshot besser. Und die Entwickler hören auch auf das was die Nutzer wollen. Mir selbst fehlt jetzt eigentlich nur noch eine Funktion. Und zwar, dass man die Bestandteile der grafischen Oberfläche mit der Maus dorthin verschieben kann wo man sie haben will. Seit Opera habe ich mich nämlich daran gewöhnt, dass die Symbole für „Seite neu laden“ usw. rechts neben der Adresszeile sind und nicht wie es aktuell der Fall ist rechts.