Micro löst nano ab

Die Macht der Gewohnheit ist stark. Vor einiger Zeit habe ich angefangen verstärkt Sublime Text 3 als Editor zu nutzen. Das führt nun zu einem Konflikt mit nano.

Im Terminal nutze ich nämlich schon seit gefühlten Ewigkeiten den Editor nano. Dieser hat allerdings komplett andere Shortcuts als Sublime Text. Umso länger und öfter ich Sublime Text nutze umso öfters will ich dessen Shortcuts auch in nano nutzen. Da Faulheit bekanntlich siegt, habe ich mich nach einer Alternative für nano umgesehen. Gefunden habe ich micro. Dieser Editor bietet folgende Funktionen.

– Shortcuts wie bei Sublime Text (Strg+N, Strg+S, Strg+Q usw.)
– Syntax Highlight für 90 Sprachen
– Tabs und Tiling
– Plugin (mittels Lua)
– Macros
– Usw.

Unterm Strich ist micro für mich ein lohnenswerte Alternative zu nano. Laut dem Bugtracker soll micro aber noch nicht ganz so fix sein, wenn es um größere Daten (z. B. 20 MB groß) geht. Da ich aber in der Regel nicht so große Dateien bearbeite, kann ich dazu nichts sagen.

Trailing Slash in einer SQLite-Datenbank entfernen

Sehr langsam aber sicher schreitet mein Umstieg von WordPress auf Bolt CMS voran. Eine weitere Hürde habe ich eben überwunden. Den Import vorhandener Kommentare in ISSO Comments.

Die Zuordnung der Kommentare zu den Artikeln erfolgt über den Titel des Artikels. So ist beispielsweise in der Isso-Datenbank /archlinux-org-schafft-beginners-guide-ab/ gespeichert. Allerdings wurde beim betreffenden Artikel keine Kommentare angezeigt. Wie so oft liegt der Fehler im Detail…

Bolt CMS entfernt automatisch den Slash (trailing slash) am Ende eines Links. Somit lautet der Link unter Bolt dann https://fryboyter.de/archlinux-org-schafft-beginners-guide-ab. So ohne weiteres lässt sich dies wohl auch nicht abstellen, da die Funktion in einer der Core-Dateien vorhanden ist. Und da das eben ein anderer Link ist, zeigt Isso Comments somit auch nichts an. Ich habe kurzerhand einfach den trailing slash auch in der SQLite-Datenbank von Isso Comments entfernt. Hierzu war nur folgender, kurzer Befehl nötig.

UPDATE threads SET uri = rtrim(uri, '/')

Hier wird einfach beim Titel der Slash rechts am Ende entfernt. Und schon tauchen auch die Kommentare unter den Artikeln auf.

Arch Linux möchte sich von i686 trennen

Laut einem Thread in der Mailing List arch-dev-public besiegeln die Entwickler wohl langsam das Ende der 32Bit-Version von Arch Linux.

Bartłomiej Piotrowski hat vorgeschlagen, dass die Iso-Datei, die im Februar veröffentlicht wird, die letzte sein wird mit der man die i868-Version von Arch installieren kann. Darauf soll dann eine Galgenfrist von 9 Monaten folgen in der es noch Updates für die betreffenden Pakete geben soll. Ab November 2017 werden dann die Pakete nicht mehr betreut und i868 ist unter Arch Linux quasi tot.

Er macht aber auch den Vorschlag, dass die Gemeinschaft um Arch die Betreuung mit Hilfe der 32Bit-Pakete übernehmen könnte. Ob und wie dies ggf. ablaufen soll, steht noch nicht fest.

Ripgrep – grep auf Steroide

Grep ist wohl das Standardtool um den Inhalt von Dateien zu durchsuchen. Allerdings braucht man oft sehr viele Geduld. Für Ungeduldige gibt es ripgrep.

Ripgrep ist eine Alternative zu grep, welche in Rust geschrieben ist und die in vielen Fällen deutlich schneller zu einem Ergebnis kommt als grep. Bei ersten Tests konnte ich deutliche Unterschiede feststellen. Ich habe spaßeshalber einmal das ganze Homeverzeichnis meines Notebooks durchsucht.

grep -Ir Rybka /home/XYZ
/home/XYZ/Downloads/bundle.ini:[Rybka 2.2 32 bit]
/home/XYZ/Downloads/bundle.ini:ExeName=Rybka v2.2n2.mp.w32.exe
/home/XYZ/Downloads/bundle.ini:RelPath=\Engines\Rybka
/home/XYZ/Downloads/bundle.ini:[Rybka 2.2 64 bit]
/home/XYZ/Downloads/bundle.ini:ExeName=Rybka v2.2n2.mp.x64.exe
/home/XYZ/Downloads/bundle.ini:RelPath=\Engines\Rybka
/home/XYZ/Downloads/engines.ini:Rybka=Vasik Rajlich;USA
grep -Ir Rybka /home/XYZ 0,61s user 4,36s system 18% cpu 27,098 total

time rg -uu Rybka /home/XYZ
/home/XYZ/bundle.ini
23:[Rybka 2.2 32 bit]
24:ExeName=Rybka v2.2n2.mp.w32.exe
26:RelPath=\Engines\Rybka
32:[Rybka 2.2 64 bit]
33:ExeName=Rybka v2.2n2.mp.x64.exe
35:RelPath=\Engines\Rybka

/home/XYZ/Downloads/engines.ini
2666:Rybka=Vasik Rajlich;USA
rg -uu Rybka /home/XYZ 0,44s user 0,52s system 375% cpu 0,256 total

Wie man sieht, ist ripgrep hier leicht schneller.

Andrew Gallant, der Entwickler von ripgrep, hat auf seinem Blog einen ausführlichen Artikel veröffentlicht, in dem neben diversen anderen Benchmarks genauer auf ripgrep eingegangen wird. Unter anderem auch für wen ripgrep eher nicht geeignet ist.

Discord steht nun auch für Linux bereit

Bei Discord handelt es sich um einen kostenlosen Client für Text- und Sprach-Chats. Zum Einsatz kommt das Programm hauptsächlich bei Gamern als Alternative zu Teamspeak. Heute wurde offiziell die erste Version für Linux veröffentlicht.

Auf der offiziellen Seite steht die Linuxversion als Deb-Paket sowie als Tar.gz-Archiv zum Download bereit. Da die Software allerdings nicht quelloffen ist, wird sie für den einen oder anderen nicht in Frage kommen. Persönlich wäre mir zum Beispiel Mumble auch lieber, aber bei vielen Spielen ist Discord inzwischen zum Standard geworden und bietet auch mehr Funktionen als so manche quelloffene Lösung.

Nutzer von Arch finden Discord im AUR.