Raspberry Pi – Gefälschte Echtzeituhr

Da die Raspberry Pi nicht mit einer Echtzeituhr ausgerüstet sind, stellt dich das Datum nach jedem Reboot erst einmal auf den 01.01.1970 00:00 Uhr.

Wer seinem Raspberry kein RTC-Modul (z. B. DS3231) spendieren möchte und es mit der Zeit nicht ganz so genau nimmt, kann schummeln und sich fake-hwclock installieren. Hiermit wird die aktuelle Uhrzeit des Raspberry Pi periodisch sowie beim Herunterfahren in eine Datei gespeichert und beim Booten wiederhergestellt. In Verbindung mit einem NTP-Client lässt sich so die Uhrzeit des Raspberry Pi durchgehend halbwegs aktuell halten.

Benutzer von nano können sich nun in den elitären Olymp erheben

Wer nano als Editor benutzt braucht sich zukünftig keine dummen Sprüche überheblicher Linuxer mehr anhören. Ab sofort können Nutzer von nano nun Neovim einsetzen und sich somit in dem Olymp erheben und sich zu dem elitären Teil der Vim-Nutzer gesellen.

Um Teil der elitären Gesellschaft zu werden, installiert man sich einfach Neovim sowie vim-nano und ruft Neovim mittels „nvim -u nano.vim“ auf. Und schon steht Neovim in der gewohnten Optik von nano zur Verfügung.

Dank des Entwicklers Nimesh Ghelani können nun auch Nutzer von nano mit stolz geschwellter Brust das Haus verlassen und müssen sich nicht mehr in dunklen Ecken verbergen.

Wie Probleme zwischen sddm und den Nvidia-Treibern mein Problem mit Steam gelöst haben

Vor ein paar Wochen wurden die Nvidia-Treiber unter Arch auf Version 378.13 aktualisiert. Eine Installation und ein Neustart hatten immer einen black Screen auf beiden Monitoren zur Folge. Journalctl war der Meinung dass sddm nichts mit der OpenGL-Version anfangen kann (Unrecognized OpenGL Version).

Da alle Suchergebnisse, die sich auf „Unrecognized OpenGL Version“ beziehen, absolut nichts gebracht haben, habe ich ein Downgrade der Pakete nvidia-dkms sowie nvidia-utils gewagt. Hierzu habe ich das Tool downgrade aus dem AUR verwendet und beide Pakete in Version 375.26-2 installiert. Und siehe da, sddm hat wieder funktioniert und ich konnte mich normal an KDE Plasma anmelden.

Am Wochenende hatte ich jetzt mal etwas Zeit und ich habe mich auf das Problem gestürzt, da man Downgrades unter Arch eigentlich vermeiden sollte. Da Version 375.26-2 ja funktioniert ging ich davon aus, dass Version 378.13 das Problem ist. Und ich sollte mich irren. Nach x Fehlversuchen habe ich wieder die alte, funktionierende Version der Nvidia-Treiber installiert und wollte fürs erste erst einmal aufgeben. Irgendwie bin ich dann noch auf die Idee gekommen mir glxinfo aus dem AUR zu installieren. Nachdem ich dann glxinfo | grep OpenGL ausgeführt habe, ist mir mein Gesicht mal so richtig eingeschlafen. Eigentlich hatte ich erwartet, dass die Ausgabe etwas mit Nvidia ausspuckt. Statt dessen wurde ich mit Mesa konfrontiert. Um es mal mit dem fränkischen Fragewort auszudrücken… Hä?

Böses ahnend habe ich dann mal nachgeschaut, ob die Pakete nvidia-libgl und lib32-nvidia-libgl installiert sind. Natürlich nicht. Aber warum nicht? Ich bin mir absolut sicher, dass ich diese Pakete installiert hatte. Und ich habe absolut keinen Schimmer warum ich diese deinstalliert haben sollte. Hier wären wir dann wieder beim fränkischen Fragewort mit zwei Buchstaben.

Nachdem ich dann beide Pakete installiert und die Nvidia-Treiber aktualisiert hatte, hatte auch sddm wieder ein Einsehen und der Rechner konnte wie gewohnt gestartet werden.

Einen schönen Nebeneffekt hat das Ganze auch noch. Vor einigen Wochen hatte ich nach einem Update von Steam festgestellt, dass alle Spiele total ruckeln und quasi unspielbar waren. Da ich aktuell fast nur Overwatch bzw. Quake Live unter Windows spiele, habe ich mich damit aber nicht befasst. Aber wenigstens hatte ich am Wochenende mal einen halbwegs vorzeigbaren Geistesblitz und habe 1 und 1 zusammengezählt. Nach mehreren Runden CS:GO war ich mir sicher, dass das Problem mit Steam ebenfalls an den fehlenden libgl-Paketen lag.

Warum aber Version 375.26-2 funktioniert und wieso die libgl-Pakete bei mir nicht (mehr) installiert waren, wird wohl ein Rätsel bleiben. Allerdings haben auch einige andere Arch-Nutzer die sddm einsetzen mit den aktuellen Nvidia-Treibern einen Blackscreen. Vielleicht liegt das Problem dieses eine mal nicht auf meiner Seite…

Micro löst nano ab

Die Macht der Gewohnheit ist stark. Vor einiger Zeit habe ich angefangen verstärkt Sublime Text 3 als Editor zu nutzen. Das führt nun zu einem Konflikt mit nano.

Im Terminal nutze ich nämlich schon seit gefühlten Ewigkeiten den Editor nano. Dieser hat allerdings komplett andere Shortcuts als Sublime Text. Umso länger und öfter ich Sublime Text nutze umso öfters will ich dessen Shortcuts auch in nano nutzen. Da Faulheit bekanntlich siegt, habe ich mich nach einer Alternative für nano umgesehen. Gefunden habe ich micro. Dieser Editor bietet folgende Funktionen.

– Shortcuts wie bei Sublime Text (Strg+N, Strg+S, Strg+Q usw.)
– Syntax Highlight für 90 Sprachen
– Tabs und Tiling
– Plugin (mittels Lua)
– Macros
– Usw.

Unterm Strich ist micro für mich ein lohnenswerte Alternative zu nano. Laut dem Bugtracker soll micro aber noch nicht ganz so fix sein, wenn es um größere Daten (z. B. 20 MB groß) geht. Da ich aber in der Regel nicht so große Dateien bearbeite, kann ich dazu nichts sagen.

Trailing Slash in einer SQLite-Datenbank entfernen

Sehr langsam aber sicher schreitet mein Umstieg von WordPress auf Bolt CMS voran. Eine weitere Hürde habe ich eben überwunden. Den Import vorhandener Kommentare in ISSO Comments.

Die Zuordnung der Kommentare zu den Artikeln erfolgt über den Titel des Artikels. So ist beispielsweise in der Isso-Datenbank /archlinux-org-schafft-beginners-guide-ab/ gespeichert. Allerdings wurde beim betreffenden Artikel keine Kommentare angezeigt. Wie so oft liegt der Fehler im Detail…

Bolt CMS entfernt automatisch den Slash (trailing slash) am Ende eines Links. Somit lautet der Link unter Bolt dann https://fryboyter.de/archlinux-org-schafft-beginners-guide-ab. So ohne weiteres lässt sich dies wohl auch nicht abstellen, da die Funktion in einer der Core-Dateien vorhanden ist. Und da das eben ein anderer Link ist, zeigt Isso Comments somit auch nichts an. Ich habe kurzerhand einfach den trailing slash auch in der SQLite-Datenbank von Isso Comments entfernt. Hierzu war nur folgender, kurzer Befehl nötig.

UPDATE threads SET uri = rtrim(uri, '/')

Hier wird einfach beim Titel der Slash rechts am Ende entfernt. Und schon tauchen auch die Kommentare unter den Artikeln auf.