PKGBUILD für Bogofilter 1.2.3

Ich habe mir mal wieder eine PKGBUILD-Datei für Arch zusammengebaut. Dieses mal musste Bogofilter (ein E-Mail-Spamfilter den ich nutze) herhalten. Das Paket wurde vor einigen Tagen als veraltet markiert, die derzeit aktuelle Version, die ein Sicherheitsproblem behebt, gibt es allerdings (leider) schon wesentlich länger. Da ich nicht warten will, bis der Betreuer des Paketes in die Gänge kommt, hier mal die Datei. Eventuell kann es ja jemand gebrauchen.

# $Id$
# Maintainer: tobias
# Contributor: Low Kian Seong

pkgname=bogofilter
pkgver=1.2.3
pkgrel=1
pkgdesc="A fast Bayesian spam filtering tool"
arch=('i686' 'x86_64')
license=('GPL3')
url="http://bogofilter.sourceforge.net"
depends=('db' 'perl' 'gsl')
backup=('etc/bogofilter/bogofilter.cf')
source=(http://sourceforge.net/projects/${pkgname}/files/${pkgname}-current/${pkgname}-${pkgver}/${pkgname}-${pkgver}.tar.bz2)
md5sums=('c3ed7f483b83abcbf6d8c797084bd06e')

build() {
cd "${srcdir}/${pkgname}-${pkgver}"
./configure --prefix=/usr \
--sysconfdir=/etc/bogofilter \
--localstatedir=/var \
--enable-transactions
make
}

package() {
cd "${srcdir}/${pkgname}-${pkgver}"
make DESTDIR="${pkgdir}" install

mv "${pkgdir}/etc/bogofilter/bogofilter.cf.example" "${pkgdir}/etc/bogofilter/bogofilter.cf"

install -dm755 "${pkgdir}/usr/share/${pkgname}/contrib"
install -m644 contrib/* "${pkgdir}/usr/share/${pkgname}/contrib/"
}

Geändert wurde auch hier nur die Zeilen pkgver und md5sums. Das ganze gibt es natürlich auch wieder unter https://spideroak.com/browse/share/datengrab/FryBoyter. Benutzung wie immer ohne Gewähr.

Temporäre Tabellen unter MySQL erstellen

Am Freitag war ich mal wieder in der Situation etwas an einer Datenbank ändern zu müssen. Und das ohne Netz und doppelten Boden. Sprich die Datensicherung war schon ein paar Stunden alt und für eine Testdatenbank war keine Zeit. Da die Änderungen nicht ganz ohne waren, habe ich mir trotzdem einen Sicherheitsgurt eingebaut. Ich habe mir einfach eine temporärer Tabelle angelegt. Das ganze ist recht simpel.

CREATE TEMPORARY TABLE test (SELECT * from nutzer)

Bei diesem Beispiel wird also die temporäre Tabelle test in der Datenbank erstellt. Und zwar mit allem, was in der Tabelle nutzer vorhanden ist. Auf diese temporärer Tabelle habe ich dann mein Script losgelassen, das diverse Änderungen durchgeführt hat. Nachdem das einwandfrei geklappt hat, habe ich es dann auf die richtige Tabelle losgelassen. Einen DROP kann man sich übrigens schenken, da die temporären Tabellen nur so lange halten, wie man mit der Datenbank verbunden ist. Naja im Grunde nichts besonderes, aber vielleicht kann es ja jemand mal gebrauchen.

Arch PKGBUILD für Dbeaver 2.0.4

Wie schon hier geschrieben, bin ich von Dbeaver recht angetan. Inzwischen nutze ich es eigentlich ausschließlich und auch einige meiner Kollegen konnte ich anfixen.

Die aktuelle Version 2.0.4 steht unter Arch im AUR allerdings derzeit nicht zur Verfügung. Eventuell ist der Betreuer des Paketes ja noch im Urlaub. Da ich allerdings bei manchen Paketen etwas ungeduldig bin, habe ich mir das Ganze mal zur Brust genommen und die Datei PkGBUILD angepasst. Herausgekommen ist folgendes:

# Maintainer: Arne Hoch
pkgname=dbeaver
pkgver=2.0.4
pkgrel=1
pkgdesc="a free universal database tool for developers and database administrators"
arch=('i686' 'x86_64')
url="http://dbeaver.jkiss.org/"
license=("Freeware")
depends=('java-runtime>=1.6' 'gtk2')
makedepends=('unzip')

if [ "$CARCH" = "i686" ]; then
source=(http://dbeaver.jkiss.org/files/dbeaver-$pkgver-linux.gtk.x86.zip dbeaver.desktop)
md5sums=('298d4ced68e90dce75f896802c01b0a0')
else
source=(http://dbeaver.jkiss.org/files/dbeaver-$pkgver-linux.gtk.x86_64.zip dbeaver.desktop)
md5sums=('02ba30d3e38e2700081d5bd88d47aed5')
fi
md5sums+=('6944e8324464e5802ddf6292026593d6')

build() {
mkdir -p $pkgdir/opt/
mkdir -p $pkgdir/usr/share/applications
mkdir -p $pkgdir/usr/bin
cd $srcdir
cp -r $pkgname $pkgdir/opt/
ln -s /opt/dbeaver/dbeaver $pkgdir/usr/bin/
install -m 644 $srcdir/dbeaver.desktop $pkgdir/usr/share/applications/
}

Die Installation funktioniert und das Programm an sich auch. Soviel kann ich also nicht versaut haben. Naja im Grunde genommen habe ich ja nur die MD5-Summen sowie die pkgver-Zeile angepasst. Die letzte Zeile bei dem MD5-Summen (die mit dem +) ist übrigens für die Datei dbeaver.desktop über die ein Eintrag im Startmenü erzeugt wird.

Wer sich keine Arbeit machen will, findet die Dateien unter https://spideroak.com/browse/share/datengrab/FryBoyter. Nutzung, wie immer, auf eigene Gefahr und ohne Gewähr (und Gewehr).

Meine Highlights 2012

Das Jahr 2012 geht langsam dem Ende entgegen. Daher habe ich mir einmal überlegt, welche Höhepunkte es im technischen Bereich für mich gegeben hat. Und das ist dabei herausgekommen. Zumindest zum Teil. 2012 war einfach zu viel los, so dass ich nicht alles anreißen kann.

- Raspberry Pi
Ursprünglich war der kleine Rechner dafür gedacht, Kinder das Programmieren näher zu bringen. Inzwischen hat gefühlt jeder zweite so ein Teil. Und die Einsatzzwecke sind inzwischen ins uferlose gewachsen. Von reinen Downloadbüchsen, über Mediacenter, bis hin zu Hausautomationen und was weiß ich noch, ist alles dabei. Inzwischen gibt es immer mehr Zubehör und sogar einen eignen Store über den Software ggf. gegen eine Gebühr, oder auch nicht, angeboten wird.

- Der Wechsel zu Uberspace.de
Für mich bisher der beste Webspace-Anbieter, den ich je hatte. Und das waren über die Jahre schon so einige. Domain aufschalten, die bei einem anderen Anbieter wie INWX liegt? Eine kurze E-Mail in der man die Domain und den Namen des eigenen Uberspace nennt und kurz darauf kann man loslegen. Ein eigener XMPP-Server? Einfach installieren und um die Freischaltung der Ports bitten. Kommt man bei etwas nicht weiter, einfach eine E-Mail schreiben und sich dann viel Zeit zum lesen der Antwort nehmen. Denn die wird nicht aus kurzen Textbausteinen bestehen, sondern wird sehr umfassend sein. Ich könnte jetzt vermutlich noch x Beispiele bringen, was man dort alles anstellen kann. Aber ich denke man versteht was ich damit sagen will. Man hat einfach viel mehr Möglichkeiten als bei anderen Anbietern. Und den Preis darf man auch noch selbst bestimmen. Gut nicht ganz. Ein Euro im Monat muss man mindestens Abdrücken. Einen kleinen Haken gibt es aber. Zumindest für die, die eine grafische Oberfläche zum Verwalten des Webspace erwarten. Den die gibt es nicht. “Nur” einen SSH-Zugang. Aber auch das ist kein Hexenwerk und dank des vorhandenen Supports kann man auch als Newbie einsteigen. Sofern man sich damit beschäftigen will bzw. kann.

- Mageia
Jetzt werden sich einige Fragen, warum das ein Höhepunkt 2012 für mich ist, wo doch die erste Version 2011 erschienen ist. Ganz einfach. Weil die zweite Version 2012 veröffentlicht wurde und das ganze somit keine Eintagsfliege ist. Und weil mit dem Fork von Mandriva eine der einsteigerfreundlichsten Distributionen, wenn nicht sogar die einsteigerfreundlichste, weiterlebt. Bei Mandriva habe ich da weiterhin meine Bedenken. Wer also mit Distributionen aus dem Hause Canonical und deren Forks nichts anfangen kann, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

- Arch Linux
Als 2010 das Unternehmen hinter Mandriva mal wieder pleite war, habe ich mich nach ca. 10 Jahren Mandrake/Mandriva nach einer anderen Distribution umgesehen. Arch Linux war eigentlich keine Alternative. Da aber ein Großteil der Meinungen über die Distribution positiv waren, habe ich sie mal in VirtualBox installiert. Und schließlich hat Arch dann doch Mandriva abgelöst, da man einfach keine vorgegebene Standardinstallation hat, sondern sich seine eigene zusammenbaut. Ein Highlight 2012 ist Arch für mich, weil es für mich eine geniale Distribution ist. Rolling Release und quasi bleeding edge. Trotzdem habe ich damit auch nicht mehr Probleme oder Aufwand als mit einer “stabilen” Distribution, die nur alle x Monate eine neue Version veröffentlicht. Und unterhalten wird man dort auch noch. Die Diskussion, als der Wechsel zu systemd von den Entwicklern beschlossen wurde, war einsamme Klasse. Da passt der Spruch “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht” wunderbar.

So und nun seit ihr an der Reihe. Was waren euere Höhepunkte 2012? Oder wie sehr ihr meine Highlights 2012?

Commandlinefu

Für die Shell-Fetischisten habe gerade einen recht nützlichen Link ausgegraben.

Http://www.commandlinefu.com ist eine Sammelstelle für diverse Shell-Befehle inkl. deren Erklärung. Dort findet man relativ leicht nachvollziehbare Befehle wie

file -sL /dev/sda4

mit denen man beispielsweise das Dateisystem einer Partition herausfinden kann. Aber auch schwerere Geschütze wie

ps -eo size,pid,user,command --sort -size |awk '{hr[1024**2]="GB";hr[1024]="MB";for (x=1024**3; x>=1024; x/=1024){if ($1>=x){printf ("%-6.2f %s ", $1/x, hr[x]);break}}}{printf ("%-6s %-10s ", $2, $3)}{for (x=4;x<=NF;x++){printf ("%s ",$x)} print ("\n")}'

mit denen man sich in einer übersichtlichen Weise anzeigen lassen kann, welche Speichermenge sich die Prozesse geschnappt haben.

In der rechten Spalten der Seite gibt es diverse Tags wie bzip2, chmod, oder screen. Damit lässt sich das ganze schon einmal eingrenzen, wenn man sich nur Befehle für einen bestimmten Befehl/Bereich anzeigen lassen will. Eine Suchfunktion ist ebenfalls vorhanden, wenn man etwas genauer suchen will.