Pakete unter Arch im Ram erstellen

Um das Bauen der Pakete unter Arch zu beschleunigen kann man die Paketverwaltung anweisen dies im Arbeitsspeicher zu tun.

Hierzu erstellt man in der /etc/fstab erst einmal folgenden Eintrag.

tmpfs /scratch tmpfs nodev,size=4G 0 0

Anstelle von /scratch kann man jederzeit auch ein anderes Verzeichnis angeben in dem der Arbeitsspeicher gemountet wird. Size= kann man weglassen. Allerdings werden dann bis zu 50 Prozent des vorhandenen Arbeitsspeicher genutzt.

Nachdem wir die Datei abgespeichert haben, schalten wir den Eintrag mittels mount -a scharf.

Nun muss noch die Datei /etc/makepkg.conf angepasst werden. In dieser suchen wir nach #BUILDDIR= und entfernen das # am Anfang der Zeile unter ändern alles nach dem = auf /scratch (bzw. das Verzeichnis das wir in der /etc/fstab angegeben haben, so dass BUILDDIR=/sratch dabei herauskommen sollte und speichern die Datei ab.

Pakete die nun aus den Sourcecode erstellt werden, z. B. aus AUR sollten nun um einiges schneller gebaut werden als z. B. auf der HDD.

Gesprächigkeit eines systemd-Service einstellen

Vor ca. zwei Wochen habe ich für ngb.to einen Quake-3-Arena-Server auf auf Basis von ioquake aufgesetzt. Als Distribution habe ich Arch Linux gewählt. Nachdem alles installiert war, wollte ich den Q3A-Server nach dem Booten und nach einem eventuelle Absturz neu starten lassen. Mittels eines systemd-Service kein Problem. Nur ist Q3A an sich eine Quasselstrippe und müllt die Logdateien gnadenlos zu. Vor allem wenn gezockt wird. Hier bin ich mir nicht sicher wie lange das mit der, im Raspberry Pi verbauten, Speicherkarte gut geht. Daher musste ein Weg her um Q3A zum Schweigen zu bringen.

Nach einer kurzen Suche in der Dokumentation von systemd wurde ich fündig. Hier hilft StandardOutput= weiter. Hierüber kann man die Standardausgabe eines Service definieren. Zur Auswahl stehen inherit, null, tty, journal, syslog, kmsg, journal+console, syslog+console, kmsg+console sowie socket. Da mich die Standardausgabe (X hast joined usw.) nun wirklich nicht interessiert, war ich gnadenlos und habe null gewählt. Somit werden die ganzen Ausgaben direkt gemülleimert und das Journal und somit auch die Speicherkarte werden geschont. Herausgekommen ist dann folgender Service.

[Unit]
Description=Startet ioquake3-Server

[Service]
User=q3a
ExecStart=/pfad/zum/Startscript/q3a.sh
StandardOutput=null
Restart=always

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Wenn man will kann man auch noch StandardError= für eventuell auftretende Fehler definieren. Hier gelten wieder oben genannte Möglichkeiten. Gibt man dies nicht direkt in der Service-Datei an, wird der Standard inherit verwendet.

Vivaldi – Opera 12 ist wieder da. Vielleicht.

Heute wurde die erste Vorabversion des Browsers Vivaldi veröffentlicht. Hinter Vivaldi steht unter anderem Jon von Tetzchner (Mitbegründer und langjähiger Chef von Opera) sowie einige ehemaligen Opera-Entwickler die im Zuge der Umstellung von Opera alt auf Opera neu nicht mehr benötigt wurden.

Der Browser will die Konzepte des alten Opera aufgreifen und weiterentwickeln und hier auch auf die Wünsche der Nutzer eingehen. In der Technical-Preview-Version gibt es noch Ecken und Kanten und viele Funktionen die Opera bis Version 12 ausgemacht haben, sind noch nicht vorhanden. Allerdings kann der Browser bereits jetzt über einen größeren Funktionsumfang (wenn auch noch nicht komplett) als so mancher neu erfundene Browser aufwarten…

– Mülleimer zum wiederherstellen von geschlossenen Tabs
– Lesezeichen
– Downloadmanager
– Notizfunktion (Markdown wird unterstützt)
– Grundlegende Mausgesten
– Schnellwahl
– Screenshotfunktion
– Tastaturkürzel definierbar
– Schaltfäche zum Schließen einzelner Tabs
– Schaltfläche neben den offenen Tabs um einen leeren Tab zu erstellen
– Usw.

Andere Funktionen wie einen integrierten Mail-Client dessen Icon man bereits in der Technical-Preview-Version findet werden noch folgen. Erweiterungen sollen auch unterstützt werden, allerdings wollen die Entwickler diese so unnötig wie möglich halten. Also alles wichtige soll bereits von Haus aus im Browser enthalten sein.

für eine eine Vorabversion bin ich bisher sehr zufrieden und kann ein gewisses “Opera-vor-Version-12-Feeling” nicht abstreiten. Ich hoffe inständig, dass die Entwickler ihr Vorhaben umsetzen können und somit endlich ein würdiger Nachfolger von Opera 12 das Licht der Welt erblickt und lange lebt.

Genutzt wird Blink als Rendering-Engine. Im Grunde ein logischer Schritt, da Presto ja nicht mehr weiterentwickelt wird und zudem auch nicht frei erhältlich ist. Einen Nachteil hat Vivaldi aber leider schon. So wie es aussieht ist der Browser, wie auch schon Opera, nicht Open Source Software.

Vivaldi

Die derzeitige Optik ist ebenfalls ziemlich gewöhnungsbedürftig. Hier sollte es aber schnell Abhilfe geben, da das aktuelle Theme über eine CSS-Datei definiert wird, was weitere Themes wohl nur unterstützten wird.

Kurz gesagt, wer Opera bis Version 12 genutzt hat, sollte sich einmal Vivaldi ansehen. Aber immer daran denken, dass es sich um eine Technical-Preview-Version handelt.

Der Browser ist für Windows, Linux und Mac OS erhältlich und kann unter https://vivaldi.com/ heruntergeladen werden. Unter https://vivaldi.net findet man die Community-Seite. Dort kann ein eigenes Blog erstellen und später auch die Mailfunktion nutzen. Ein Forum findet man dort ebenfalls. Kommt ehemaligen Opera-Nutzern vermutlich irgendwie bekannt vor.

EncFS 1.8 RC1 veröffentlicht

Wenn es um das Verschlüsseln von Daten bei Cloud-Anbietern wie Dropbox geht, habe ich ganz gerne EncFS genutzt, da der Zugriff nicht nur unter Linux sondern auch unter Windows möglich ist. Anfang 2014 hat sich Taylor Hornby die Mühe gemacht und hat EncFS auf Sicherheitslücken untersucht. Da die letzte offizielle Version von Ende 2011 war und sich seit dem auch einige Dinge in Sachen Sicherheit getan haben, hat er natürlich einige Probleme gefunden und dem Entwickler gemeldet. Dieser hat die Aussage getroffen, dass Version 2.0 in Entwicklung ist und dass die Behebung der Probleme dort mit einfließen wird. Und dann war Stille. Bis vor ein paar Tagen.

Am 06.01.15 wurde EncFS 1.8 RC1 veröffentlicht. Bei der Gelegenheit ist das Projekt auch zu Github umgezogen. Laut dem Entwickler bietet der neue RC folgende Highlights.

– improve automatic test converage: also test reverse mode (make test)
– add per-file IVs based on the inode number to reverse mode to improve security
– add automatic benchmark (make benchmark)
– compare MAC in constant time ( fixes bug #12 )
– add –nocache option
– lots of fixes to make building on OSX easier

Somit dürfen schon mal zwei Sicherheitsprobleme behoben sein. Ich hoffe, dass die Entwicklung von EncFS nun nicht wieder einschläft und man das Tool zukünftig wieder ohne ein ungutes Gefühl im Hinterkopf benutzten kann.

Kurztest TP-Link WN722NC WLAN-USB-Stick

Manchmal nervt mich WLAN. Manchmal könnte man denken, der Teufel hätte es erfunden. Zumindest wenn man zum einen Linux nutzt und zum anderen so ein saudummes Netbook hat, dessen Hersteller zum einen eine WLAN-Karte von Broadcom verbaut und zum anderen im Bios eine Whitelist einbaut (welche er natürlich nicht veröffentlicht), wegen der dann nur gewisse Netzwerkkarten verbaut werden können. Karten von Intel gehören scheinbar nicht dazu, sonst wäre das Thema schon lange erledigt. Da Intel scheinbar keine WLAN-Sticks herstellt, habe ich (wie bereits geschrieben) die WLAN-Karte deaktiviert und bin auf einen kleinen USB-Stick mit Realtek-Chipsatz umgestiegen, welcher mit dem Modul rtl8192cu unter Linux genutzt werden kann. Zumindest bis vor ein paar Tagen.

Urplötzlich hatte ich nach einem Update alle paar Minuten einen kompletten Absturz des Sticks. Keine Internetverbindung, kein Pingen des Routers. Nichts. Ein Neustart der Netzwerkverbindung hat das Problem beseitig, welches dann nach ein paar Minuten wieder aufgetreten ist. Laut diversen Treffern bei Google bin ich hier nicht alleine betroffen. Bei vielen hat ein Downgrade des Pakets linux-firmware geholfen. Bei mir natürlich nicht. Hätte mich auch gewundert.

Wie es der Zufall so will, habe ich für einen Bekannten zwei WLAN-Sticks (TP-Link WN722NC) bestellt welche er noch nicht abgeholt hat. Die Sticks laufen mit Atheros-Chipsätzen. Die hatte ich bisher am Netbook noch nicht… Also mal eben meinen Bekannten angerufen und grünen Licht erhalten und somit einen der Sticks ausgepackt. An Hardware wird der Stick an sich, eine Antenne (welche man an den Stick schrauben kann um die Leistung zu verstärken) sowie eine Docking-Station mitgeliefert.

k-IMG_20150103_191826 k-IMG_20150103_191746

Für ein Netbook ist der Stick ein ziemlicher Brocken (93,5mm*26mm*11mm). Vor allem wenn auch noch die Antenne angeschraubt ist. Beim Transport würde ich den Stick definitv entfernen.

Angesprochen wird der Stick unter Linux über das Modul ath9_htc. Bisher läuft der Stick hiermit stabil seit einigen Tagen und ist laut Router (OpenWRT) mit 120 Mbps angebunden. Wenn man sich so in diversen Wardriving-Foren umsieht, wird dort dieser Stick auch sehr oft empfohlen. Und das schon seit längerem. Da der Stick aktuell für etwas unter 8 Euro zu haben ist, kann ich hier aktuell nur eine Empfehlung aussprechen. Mal sehen ob bzw. wann ich das bereue. Das nächste Net- bzw. Notebook wird definitv eines mit einer WLAN-Karte von Intel bzw. eines ohne White- bzw. Blacklist. Oder eines für das man ein modifiziertes Bios erhält…