Vivaldi auf dem Weg zur Nutzbarkeit

Ich habe hier schon den einen oder anderen Artikel zum Browser Vivaldi geschrieben, welcher sehr gute Chancen hat, Opera (bis Version 12.x) zu ersetzen. Vor kurzem wurde wieder ein Snapshot veröffentlicht der wieder einen Schritt in die richtige Richtung geht. Schön wenn Entwickler mal auf die Nutzer hören.

Manche Erweiterungen lassen im Browser Icons anzeigen über die man die man diese einstellen kann. Mit der Anzeige dieser Icons hatte Vivaldi bisher seine Probleme, so dass nichts angezeigt wurde. Diese Funktion haben die Entwickler von Vivaldi nun nachgerüstet. Ab sofort bekommt man diese rechts neben der Adressleiste angezeigt (der gelbe Bereich auf den Screenshot wurde von mir zur Hervorhebung gemacht).

Vivaldi_Icons

So langsam hat der Browser alle Funktionen die ich brauche. Selbst nicht anklickbare Textlinks kann man inzwischen bequem markieren und über das Kontextmenü der Maus öffnen. Das schaffen ja schon einige andere Browser von Haus aus nicht. Wenn jetzt noch die Mausgesten durch den Nutzer anpassbar und erweiterbar gemacht werden, bin ich happy.

Man sollte aber derzeit immer noch bedenken, dass es sich immer noch um eine unfertige Version handelt. Vivaldi ist offiziell noch nicht mal im Betastadium. Bugs sind daher nicht ausgeschlossen. Aber für die kurze Zeit die es Vivaldi gibt, haben die Entwickler echt eine gute Leistung gebracht. Hut ab. Der Snapshot kann übrigens, wie immer, im offiziellen Entwickler-Blog heruntergeladen werden.

Keine Maus und Tastatur unter Windows wenn vorher Linux gestartet wurde

Hier mal wieder ein Problem aus dem Bereich „Probleme die der Mensch nicht braucht“.

Auf meinem Hauptrechner ist neben Arch Linux auch Windows 7 installiert das nur für Spiele gedacht ist. Daher wird es auch nicht so oft gestartet. In der Regel boote ich den Rechner erst mit Arch Linux und bei Bedarf mache ich einen Neustart und boote Windows. Hier habe ich nun jedes mal das Problem dass am Anmeldebildschirm weder Maus noch Tastatur funktionieren. Bemühe ich dann die Reset-Taste des Rechners und lasse Windows normal starten funktioniert die Maus als auch die Tastatur. Boote ich Windows gleich als erstes, ist auch alles in Butter. Und genau an dieser Stelle komme ich nicht mehr mit. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum Arch Linux hier die Ursache sein soll.

Ein Bekannter, der Computer gerade mal nutzen kann, wollte gestern mal wieder lustig sein und hat mich gefragt, ob ich denn alle Treiber installiert hätte. Gestern hätte ich die Frage noch mit einem Ja beantwortet. Heute eher mit einem Jein. Denn genau mit dieser Frage hat er mich auf die richtige Spur gebracht. Für mein Motherboard gibt es vom Hersteller extra USB-3-Treiber. Da nach der Installation von Windows alles USB-Geräte funktioniert haben, habe ich diese scheinbar nicht extra installiert. Das habe ich gestern mal nachgeholt. Und was soll ich sagen? Jetzt funktioniert auch meine Maus und Tastatur unter Windows wenn ich vorher Arch Linux gestartet hatte.

Was aber schlussendlich das Problem mit den Treibern die Windows mitbringt auslöst, kann ich aber immer noch nicht sagen. Das wird vermutlich auch weiterhin ein Geheimnis bleiben. Ich hake das jetzt mal als „Problem gelöst, Ursache unbekannt“ ab.

Temperatur des Raspberry Pi auslesen

Bei den aktuellen Temperaturen wollte ich mal wissen, wie sich hier mein Raspberry Pi schlägt, da dieser in einem nicht gerade kühlen Raum läuft. Dies kann man mit Boardmitteln auslesen und muss kein extra Paket installieren.

Unter /opt/vc/bin findet man den Befehl vcgencmd. Ruft man diesen mittels vcgencmd measure_temp auf, bekommt man die Temperatur des SoC angezeigt. Bei mir liegt diese aktuell bei 44,4 Grad Celsius. Für den Raspberry Pi ist das absolut in Ordnung. Erst ab 80 Grad Celsius wird es kritisch. Bei 85 zieht der Raspberry Pi automatisch die Notbremse und setzt den Takt herunter.

ncdu – du (Disk Usage) mit ncurses

Der Befehl du ist vermutlich vielen Nutzern von Linux ein Begriff. Damit lässt sich die Speicherbelegung eines Verzeichnis anzeigen.

ncdu1

Alternativ dazu kann man auch ncdu nutzen. Hiermit werden nicht alle Unterverzeichnisse auf einen Schlag angezeigt sondern nur die oberste Ebene. Mittels den Pfeil- und noch ein paar anderen Tasten kann man dann in den Unterverzeichnissen „browsen“.

ncdu2

Die Mitarbeiter sind schuld an der Pleite von Mandriva

Jetzt ist es amtlich. Jean-Manuel Croset, seines Zeichens letzter Geschäftsführer des Unternehmens Mandriva, hat sich zu den Hintergründen zur endgültigen Pleite geäußert. Die Mitarbeiter sind, wie sollte es anders sein, der Grund.

Einige der 2013 aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens entlassenen Mitarbeiter haben es gewagt nicht nur das Unternehmen Mandriva zu verklagen, nein sie haben vom Arbeitsgericht auch noch Recht bekommen. Was für eine Sauerei…

Durch den erlassenen Strafbefehl musste Mandriva sofort einige hunderttausend Euro zahlen. Einsprüche und Anträge auf Aufschub der Auszahlungen hat das Gericht wohl abgelehnt. Das hat dem Unternehmen, welches 2013 550000 Euro Einnahmen hatte, die 2014 um 40 Prozent gesteigert werden konnten (bei gleichzeitiger Minderung der Kosten um 40 Prozent), wohl das Genick gebrochen.