Howdoi – Wie zum Geier ging das jetzt noch gleich?

Wer nicht oft mit tar arbeitet, kennt das Problem vermutlich. Wie ging das Erstellen eines Archives jetzt noch gleich? Keine Ahnung… Also dann rufen wir eben mal man tar auf und ackern uns durch die Manpage. Alternativ dazu kann man jetzt das Tool howdoi fragen. Will man also wissen, wie man ein tar-Archiv erstellt gibt man folgendes ein.

howdoi create tar archive

Und howdoi antworte darauf mit

tar -cf backup.tar --exclude "www/subf3" www

Wirklich ausgereift ist das Tool aber scheinbar nicht. Auf die “Frage” howdoi copy files erhält man irgendwie nicht die richtige Ausgabe…

As toolkit mentions above, Apache Commons IO is the way to go, specifically FileUtils . copyFile() ; it handles all the heavy lifting for you. And as a postscript, note that recent versions of FileUtils (such as the 2.0.1 release) have added the use of NIO for copying files; NIO can significantly increase file-copying performance , in a large part because the NIO routines defer copying directly to the OS/filesystem rather than handle it by reading and writing bytes through the Java layer. So if you're looking for performance, it might be worth checking that you are using a recent version of FileUtils.

Noli timere messorem

Heute morgen musste ich leider Gottes den Tod mit “VERDAMMTER MIST” zitieren. Mehrfach. Einer der besten Fantasy-Autoren hat die Bühne verlassen…

Sir Terry Pratchett ist gestern im Alter von 66 Jahren an den Folgen seiner Alzheimer-Erkrankung verstorben. Nun hat er die Gelegenheit herauszufinden ob der Tod wirklich nur in Großbuchstaben spricht. Aber vielleicht haben wir Glück und der Arzt findet noch ein Schild mit “Ich binne nicht tot!” um den Hals von Pratchett. Ich bezweifle es aber…

Mach es gut Terry.

Pakete unter Arch im Ram erstellen

Um das Bauen der Pakete unter Arch zu beschleunigen kann man die Paketverwaltung anweisen dies im Arbeitsspeicher zu tun.

Hierzu erstellt man in der /etc/fstab erst einmal folgenden Eintrag.

tmpfs /scratch tmpfs nodev,size=4G 0 0

Anstelle von /scratch kann man jederzeit auch ein anderes Verzeichnis angeben in dem der Arbeitsspeicher gemountet wird. Size= kann man weglassen. Allerdings werden dann bis zu 50 Prozent des vorhandenen Arbeitsspeicher genutzt.

Nachdem wir die Datei abgespeichert haben, schalten wir den Eintrag mittels mount -a scharf.

Nun muss noch die Datei /etc/makepkg.conf angepasst werden. In dieser suchen wir nach #BUILDDIR= und entfernen das # am Anfang der Zeile unter ändern alles nach dem = auf /scratch (bzw. das Verzeichnis das wir in der /etc/fstab angegeben haben, so dass BUILDDIR=/sratch dabei herauskommen sollte und speichern die Datei ab.

Pakete die nun aus den Sourcecode erstellt werden, z. B. aus AUR sollten nun um einiges schneller gebaut werden als z. B. auf der HDD.

Gesprächigkeit eines systemd-Service einstellen

Vor ca. zwei Wochen habe ich für ngb.to einen Quake-3-Arena-Server auf auf Basis von ioquake aufgesetzt. Als Distribution habe ich Arch Linux gewählt. Nachdem alles installiert war, wollte ich den Q3A-Server nach dem Booten und nach einem eventuelle Absturz neu starten lassen. Mittels eines systemd-Service kein Problem. Nur ist Q3A an sich eine Quasselstrippe und müllt die Logdateien gnadenlos zu. Vor allem wenn gezockt wird. Hier bin ich mir nicht sicher wie lange das mit der, im Raspberry Pi verbauten, Speicherkarte gut geht. Daher musste ein Weg her um Q3A zum Schweigen zu bringen.

Nach einer kurzen Suche in der Dokumentation von systemd wurde ich fündig. Hier hilft StandardOutput= weiter. Hierüber kann man die Standardausgabe eines Service definieren. Zur Auswahl stehen inherit, null, tty, journal, syslog, kmsg, journal+console, syslog+console, kmsg+console sowie socket. Da mich die Standardausgabe (X hast joined usw.) nun wirklich nicht interessiert, war ich gnadenlos und habe null gewählt. Somit werden die ganzen Ausgaben direkt gemülleimert und das Journal und somit auch die Speicherkarte werden geschont. Herausgekommen ist dann folgender Service.

[Unit]
Description=Startet ioquake3-Server

[Service]
User=q3a
ExecStart=/pfad/zum/Startscript/q3a.sh
StandardOutput=null
Restart=always

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Wenn man will kann man auch noch StandardError= für eventuell auftretende Fehler definieren. Hier gelten wieder oben genannte Möglichkeiten. Gibt man dies nicht direkt in der Service-Datei an, wird der Standard inherit verwendet.

Vivaldi – Opera 12 ist wieder da. Vielleicht.

Heute wurde die erste Vorabversion des Browsers Vivaldi veröffentlicht. Hinter Vivaldi steht unter anderem Jon von Tetzchner (Mitbegründer und langjähiger Chef von Opera) sowie einige ehemaligen Opera-Entwickler die im Zuge der Umstellung von Opera alt auf Opera neu nicht mehr benötigt wurden.

Der Browser will die Konzepte des alten Opera aufgreifen und weiterentwickeln und hier auch auf die Wünsche der Nutzer eingehen. In der Technical-Preview-Version gibt es noch Ecken und Kanten und viele Funktionen die Opera bis Version 12 ausgemacht haben, sind noch nicht vorhanden. Allerdings kann der Browser bereits jetzt über einen größeren Funktionsumfang (wenn auch noch nicht komplett) als so mancher neu erfundene Browser aufwarten…

– Mülleimer zum wiederherstellen von geschlossenen Tabs
– Lesezeichen
– Downloadmanager
– Notizfunktion (Markdown wird unterstützt)
– Grundlegende Mausgesten
– Schnellwahl
– Screenshotfunktion
– Tastaturkürzel definierbar
– Schaltfäche zum Schließen einzelner Tabs
– Schaltfläche neben den offenen Tabs um einen leeren Tab zu erstellen
– Usw.

Andere Funktionen wie einen integrierten Mail-Client dessen Icon man bereits in der Technical-Preview-Version findet werden noch folgen. Erweiterungen sollen auch unterstützt werden, allerdings wollen die Entwickler diese so unnötig wie möglich halten. Also alles wichtige soll bereits von Haus aus im Browser enthalten sein.

für eine eine Vorabversion bin ich bisher sehr zufrieden und kann ein gewisses “Opera-vor-Version-12-Feeling” nicht abstreiten. Ich hoffe inständig, dass die Entwickler ihr Vorhaben umsetzen können und somit endlich ein würdiger Nachfolger von Opera 12 das Licht der Welt erblickt und lange lebt.

Genutzt wird Blink als Rendering-Engine. Im Grunde ein logischer Schritt, da Presto ja nicht mehr weiterentwickelt wird und zudem auch nicht frei erhältlich ist. Einen Nachteil hat Vivaldi aber leider schon. So wie es aussieht ist der Browser, wie auch schon Opera, nicht Open Source Software.

Vivaldi

Die derzeitige Optik ist ebenfalls ziemlich gewöhnungsbedürftig. Hier sollte es aber schnell Abhilfe geben, da das aktuelle Theme über eine CSS-Datei definiert wird, was weitere Themes wohl nur unterstützten wird.

Kurz gesagt, wer Opera bis Version 12 genutzt hat, sollte sich einmal Vivaldi ansehen. Aber immer daran denken, dass es sich um eine Technical-Preview-Version handelt.

Der Browser ist für Windows, Linux und Mac OS erhältlich und kann unter https://vivaldi.com/ heruntergeladen werden. Unter https://vivaldi.net findet man die Community-Seite. Dort kann ein eigenes Blog erstellen und später auch die Mailfunktion nutzen. Ein Forum findet man dort ebenfalls. Kommt ehemaligen Opera-Nutzern vermutlich irgendwie bekannt vor.